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	<description>Politik in modern und digital</description>
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		<title>Wie das Content-Rad deine politische Social Media Strategie ankurbeln kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pascal.schejnoha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jul 2025 19:26:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Politiker, Social Media Manager oder Verantwortlicher in deiner politischen Organisation ist die Suche nach neuen Content-Ideen ein dauerhafter und zuweilen auch lästiger Begleiter. Hinter den wenigsten politischen Accounts steht tatsächlich eine konkrete Strategie, welche Inhalte gepostet werden sollen. Oft bleibt nur die hastige Begleitung von Terminen mit langweiligen Gruppenbildern übrig, die keine Aufmerksamkeit beim [&#8230;]]]></description>
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<p>Als Politiker, Social Media Manager oder Verantwortlicher in deiner politischen Organisation ist die Suche nach neuen Content-Ideen ein dauerhafter und zuweilen auch lästiger Begleiter. Hinter den wenigsten politischen Accounts steht tatsächlich eine konkrete Strategie, welche Inhalte gepostet werden sollen. Oft bleibt nur die hastige Begleitung von Terminen mit langweiligen Gruppenbildern übrig, die keine Aufmerksamkeit beim Zuschauer erzeugt.</p>



<p>Ich bin mir ziemlich sicher: Du weißt selbst, dass das nicht der zielführende Weg sein kann, obwohl ihn so viele in der politischen Landschaft auf Social Media bestreiten &#8211; es ist nun mal ein bekannter und fest eingeprägter Pfad. In diesem Beitrag will ich dir zeigen, wie du mit der Gruppierung deines Contents in ein vierteiliges Content-Rad einen neuen Blick auf deine Contentplanung bekommst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">TL;DR &#8211; Das Wichtigste in Kürze</h2>



<p><strong>Das Content-Rad besteht aus vier Bestandteilen: Unterhaltung, Wissen, Inspiration und Kontroverse.</strong> Es hilft dabei, deine Inhalte nach Nutzerbedürfnissen auf Social Media zu kategorisieren. Dadurch steigt die Vielfalt deiner Beiträge und du findest leichter Ideen für neuen Content.</p>



<p><strong>Unterhaltsame</strong> Beiträge sollen den Zuschauer belustigen oder wortwörtlich unterhalten. <strong>Inspirative</strong> Beiträge wecken vor allem positive Emotionen und Neugier und sollen den Nutzer auf neue Gedanken bringen. <strong>Wissen</strong> soll vor allem informieren und aufklären &#8211; hier kommen zum Beispiel klassische Infografiken zum Einsatz. Und mit <strong>Kontroverse</strong> werden Themen und Inhalte aufgegriffen, die für Polarisierung und Debatte sorgen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="392" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/07/25-07-09_overview-contentrad-1024x392.png" alt="" class="wp-image-1623" srcset="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/07/25-07-09_overview-contentrad-1024x392.png 1024w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/07/25-07-09_overview-contentrad-300x115.png 300w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/07/25-07-09_overview-contentrad-768x294.png 768w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/07/25-07-09_overview-contentrad-1536x588.png 1536w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/07/25-07-09_overview-contentrad-2048x785.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Darum solltest du in Bedürfnissen denken</h2>



<p>Wir alle verbringen jede Menge Zeit auf Social Media &#8211; meistens mehr, als uns eigentlich lieb ist. Das ewige Scrollen durch den Feed ist oft besonders wirksam, wenn es darum geht, Zeit totzuschlagen. Da wäre es doch nur von Vorteil, wenn die Nutzer vor allem an deinen Inhalten hängenbleiben?</p>



<p>Um das zu erreichen, müssen wir uns zunächst in Erinnerung rufen, nach welchen Bedürfnissen wir die sozialen Netzwerke verwenden. Da ist natürlich zunächst die Vernetzung mit Freunden und Bekannten um in Erfahrung zu bringen, was in deren Leben gerade so passiert. Abseits davon sind wir aber auch daran interessiert, uns von Social Media unterhalten, inspirieren und informieren zu lassen. </p>



<p>Wenn du jetzt den Content auf deinem politischen Profil betrachtest &#8211; beantworte dir selbst schonungslos ehrlich die Frage: <strong>Sind sämtliche meiner Inhalte darauf ausgelegt, eines dieser Bedürfnisse umfassend zu erfüllen?</strong> Oder ist vieles eher in der Kategorie Selbstbespaßung und stumpfer Alltagsbericht angesiedelt?</p>



<p>Wenn du die erste Frage nicht mit voller Inbrunst mit &#8222;JA!&#8220; beantworten kannst, solltest du am besten weiterlesen. Denn das Content-Rad, was ich dir jetzt im Detail vorstelle, wird dich dabei unterstützen, die Bedürfnisse deiner Zuschauer besser zu erkennen und abzuholen.</p>



<p><strong>Wichtig zu wissen:</strong> Jede der folgenden Kategorien passt mal mehr, mal weniger in deine persönliche Strategie. Wenn du dir das Content-Rad bildlich vorstellst, kann theoretisch jedes der vier Bestandteile gleich viel Raum einnehmen &#8211; häufiger ist aber der Fall, dass sich die Anteile innerhalb von 100 Prozent unterschiedlich groß aufteilen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">U für Unterhaltung &#8211; Mach Laune auf dein Profil!</h2>



<p>Die wohl häufigste Form der Social Media Inhalte finden sich im Bereich der <strong>Unterhaltung</strong> wieder. Hier sucht der Zuschauer selbsterklärend nach Content, der ihn oder sie in irgendeiner Form unterhalten oder belustigen kann. Im politischen Kontext sorgt dieses Format vor allem für <strong>Nahbarkeit</strong> und <strong>Community-Bindung</strong>.</p>



<p>Wie können solche Unterhaltungsformate aussehen? Hier mal drei Beispiele:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Parkplatzsituation in deiner Innenstadt vor Ort ist katastrophal und die Gemeinde müsste hier dringend neue Flächen bereitstellen? Erstelle hierzu ein <strong>Meme Carousel</strong> mit unterschiedlichen Memes, die aber letztlich alle auf das gleiche Problem abzielen. Verzichte im Zweifel auf auffälliges Branding deiner Partei, damit deine Zielgruppe parteiübergreifend eine größere Bereitschaft zeigt, humorvolle Memes in ihre Story hochzuladen oder anderen Profilen per Direktnachricht zu schicken. Mein Tipp: Memes erstellst du am besten kostenlos mit Webseiten wie <a href="https://imgflip.com">imgflip.com</a> oder verwendest Apps wie <a href="https://www.mematic.com">mematic</a>.</li>



<li>Mithilfe von <strong>Kurzvideos</strong> kannst du bereits mit wenig Aufwand unterhaltsame Formate aufbauen oder auf aktuelle Trends aufspringen, um deine Zuschauer zu belustigen. Du suchst hier noch nach Inspiration? Dann schau dir doch mal meine <a href="https://betterpolitics.de/downloads/20-social-media-ideen-bundestagswahl-2025/" data-type="page" data-id="1487">Content-Ideenliste mit 20 Formaten</a> zur Bundestagswahl an &#8211; die sind auch nach der Wahl noch nutzbar <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="351" consent-by="services" consent-id="352"/></li>



<li>Neben Videos und Memes können auch <strong>Fotos beziehungsweise Fotostrecken</strong> einen Teil zur Unterhaltung deiner Zuschauer beitragen. Du könntest zum Beispiel eine Fotostrecke mit den wildesten E-Scooter Parkplätzen in deiner Stadt veröffentlichen oder den neu gewählten Vorstand mit jeweils einem interessanten Fun-Fact vorstellen.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="512" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/07/25-07-09-meme-contentrad-1024x512.webp" alt="" class="wp-image-1621" srcset="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/07/25-07-09-meme-contentrad-1024x512.webp 1024w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/07/25-07-09-meme-contentrad-300x150.webp 300w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/07/25-07-09-meme-contentrad-768x384.webp 768w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/07/25-07-09-meme-contentrad-1536x768.webp 1536w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/07/25-07-09-meme-contentrad.webp 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Es muss nicht immer bitterernst sein &#8211; Memes können deinen politischen Feed auflockern. (erstellt mit imgflip)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">I für Inspiration &#8211; zeig etwas Neues!</h2>



<p>Die nächste Content-Kategorie steht für Inspiration &#8211; das heißt, hier soll der Zuschauer vor allem auf neue Gedanken gebracht werden oder Dinge gezeigt bekommen, die ihn oder sie inspirieren sowie positive Emotionen und Neugier wecken können. In der Politik ist diese Kategorie von allen weiteren Bereichen am geringsten ausgeprägt &#8211; was nicht bedeutet, dass auch diese keinen Zweck erfüllen kann.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Erstelle zum Beispiel ein <strong>Kurzvideo</strong>, in dem du mit einem altbekannten <strong>Klischee oder Vorurteil </strong>über deine Partei einmal aufräumst &#8211; zeige andere Perspektiven auf und gib eigene Beispiele, warum das Vorurteil eher Unsinn ist. Erzeuge dadurch bei deinen Zuschauern einen Aha-Effekt, den sie (im Fall von Parteikolleginnen und -kollegen) in ihre eigene Argumentationslinie aufnehmen oder Externe davon überzeugen, dass doch nicht alle Klischees stimmen.</li>



<li>Inspiration geht aber auch viel simpler: In einem Kurzvideo oder einer Fotostrecke kannst du gemeinsam mit deinem Vorstand eure liebsten <strong>Ausflugsziele oder Spaziergang-Spots</strong> in eurer Region vorstellen &#8211; sicher ist da der ein oder andere Geheimtipp dabei für eure Follower dabei und schon seid ihr inspirierend unterwegs.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">W für Wissen &#8211; politische Bildung kommt auf den Plan</h2>



<p>Auf einem politischen Profil ist der Bereich der Wissensvermittlung aus meiner Sicht ein elementarer Bestandteil. Selbst wenn du vorrangig nur Unterhaltung machst &#8211; früher oder später willst du ja auch politische Botschaften platzieren, die hoffentlich in eine richtige Wahlentscheidung deiner Zuschauer münden. Im besten Fall nimmt ein Zuschauer in dieser Kategorie etwas für sich selbst mit, erhält praktisches Wissen für den Alltag oder ist einfach politisch besser informiert.</p>



<p>Ein attraktives und zuweilen erfolgreiches Mittel im Wissensbereich ist ein <strong>Infografik-Carousel</strong> zu einem aktuellen Diskussionsthema. <strong>Je gesellschaftlich relevanter, desto besser.</strong> Das Format eignet sich besonders dann, wenn die Sachlage auch etwas komplexer ist und eine inhaltliche Einordnung benötigt. Zwar kümmert sich darum auch (im besten Fall) der geübte Journalismus, aber es schadet sicher nicht, die Dinge aus einer politischen Haltung heraus zusätzlich zu bewerten. Auf kommunaler Ebene beispielsweise könnte man eine Bild/Text-Strecke erstellen, warum eine Entscheidung des Gemeinderats diese und jene gute beziehungsweise schlechte Auswirkung auf deine Kommune haben wird.</p>



<p>Den gleichen Effekt kannst du natürlich auch mithilfe von Kurzvideos erzielen im Stil von <strong>Talking-Head-Formaten</strong> &#8211; das heißt: Ein Protagonist steht vor der Kamera und ordnet den Sachverhalt ein. Achte dabei aber auf eine möglichst dynamische Nachbearbeitung, damit das Video auch von möglichst vielen Zuschauern lange und bestenfalls bis zum Ende geschaut wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">K für Kontroverse &#8211; das scharfe Schwert der Politik</h2>



<p>Wo Kontroverse ist, da entsteht auch Reibung. Und Reibung ist eine häufige Quelle für <strong>große Reichweiten auf Social Media</strong>, weil sie Menschen emotional aufwühlt und Interaktionen hervorbringt, bei denen gute Nachrichten leider nur selten mithalten können. Aber solltest du jetzt nur Content produzieren, der Kontroverse erzeugt und polarisiert? </p>



<p>Meine Einschätzung dazu: Kontroverse hilft, in den sozialen Medien überhaupt mal aufzufallen, es sollte aber nur <strong>einen Teil der gesamten Content-Strategie </strong>ausmachen. Polarisierende Einstiege und emotionale Themen sorgen dafür, dass Zuschauer häufiger mit deinen Inhalten interagieren &#8211; die Königsdisziplin ist dann aber, wieder zur sachlichen und zielorientierten Kommunikation zurückzukehren, um neben der Provokation auch einen inhaltlichen Mehrwert zu liefern.</p>



<p><strong>Beispiele für kontroverse Formate:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Carousel:</strong> Fakten versus Bauchgefühl &#8211; hier werden häufig wiederholte Thesen des politischen Gegners angezweifelt und mit faktenbasierten Gegenargumenten widerlegt. Schwappt dein Beitrag in die entsprechende Blase des Gegners, sind fleißige Kommentare schon nahezu garantiert. Bereite dich natürlich auch auf diese Diskussionen gut vor!</li>



<li><strong>Kurzvideo:</strong> Unbequem gefragt &#8211; hier könntest du Denkimpulse zu Themen geben, die häufig unter dem Radar laufen, aber viele Menschen deiner Zielgruppe dennoch beschäftigt. Auch hier kannst du provokativ sein, gleichzeitig solltest du aber nicht der Versuchung von plumpem Populismus verfallen &#8211; der hat meistens keine lange Haltbarkeit.</li>



<li><strong>Kurzvideo:</strong> Frontalangriff oder Gegendarstellung. Entweder du kritisierst die Pläne deines politischen Gegners scharf (aber argumentativ fair) oder gehst auf gegnerische Vorwürfe entsprechend ein, um diese zu entkräften. Beides wird, wenn es richtig gemacht ist, ebenfalls für reichlich Diskussionsstoff unter deinen Beiträgen sorgen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Dreh am Content-Rad und erfinde deine Strategie neu</h2>



<p>Viele politische Social-Media-Profile wirken wie ein digitaler Selbstzweck: endlose Terminbilder, wenig Substanz, kaum Relevanz für die Zielgruppe. Mit dem Content-Rad kannst du das ändern. Indem du deine Inhalte bewusst nach den vier Bedürfnissen Unterhaltung, Inspiration, Wissen und Kontroverse strukturierst, entsteht automatisch mehr Vielfalt, mehr Spannung und mehr Anknüpfungspunkte für deine Community.</p>



<p>Das Ziel ist nicht, alle Kategorien gleichmäßig zu bedienen, sondern dein Profil gezielt auszurichten: Auf den Mix, der zu deiner politischen Strategie, deiner Persönlichkeit und deinem Publikum passt. Trau dich, auch mal zu polarisieren oder emotionale Geschichten zu erzählen – denn genau das sorgt dafür, dass deine Botschaften nicht im Einheitsrauschen untergehen.</p>



<p>Fang heute damit an, deine bisherigen Inhalte ehrlich zu überprüfen: Welches Bedürfnis erfüllst du bisher zu wenig? Wo kannst du mutiger, kreativer oder relevanter werden? Das Content-Rad ist dein Werkzeugkasten – nutzen musst du ihn selbst.</p>
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		<title>Mit dem ACCEL-Ansatz zur Instagram-Strategie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pascal.schejnoha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jan 2025 15:12:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Instagram]]></category>
		<category><![CDATA[8 Minuten]]></category>
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					<description><![CDATA[Instagram zählt mittlerweile über 2 Milliarden Nutzer und ist für die meisten politischen Kanäle partei- und altersübergreifend der wahrscheinlich relevanteste Social Media Kanal. Aus der Masse an Inhalten hervorzustechen und als Verband, Partei oder Einzelperson langfristige Erfolge zu erzielen, gestaltet sich gefühlt immer schwieriger. Noch dazu kommt der ständige Wandel der Plattformen, durch den man [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Instagram zählt mittlerweile über 2 Milliarden Nutzer und ist für die meisten politischen Kanäle partei- und altersübergreifend der wahrscheinlich relevanteste Social Media Kanal. Aus der Masse an Inhalten hervorzustechen und als Verband, Partei oder Einzelperson langfristige Erfolge zu erzielen, gestaltet sich gefühlt immer schwieriger. Noch dazu kommt der ständige Wandel der Plattformen, durch den man schnell den Überblick verlieren kann, wenn man sich nicht tagtäglich damit beschäftigt. Um seine eigene Zielgruppe zu erreichen und Inhalte zu produzieren, ohne dass man komplett ausbrennt, braucht es eine nachhaltige Instagram-Strategie. </p>



<p>In diesem Artikel möchte ich dir eines von vielen Frameworks vorstellen, mit dem du deine eigene Strategie aufsetzen kannst. Sie stammt von dem Social Media Experten und Adobe Global Ambassador Lucas O&#8217;Keefe und heißt &#8222;ACCEL&#8220; Ansatz: ACCEL ist eine Abkürzung und steht für die Bestandteile <em>Audience</em> (Zielgruppe), <em>Content</em> (Inhalte), <em>Consistency</em> (Konsistenz), <em>Engagement</em> (Interaktion) und <em>Liftoff</em> (Abheben). Was diese Bestandteile im Konkreten bedeuten und wie du sie praktisch umsetzt, klären wir jetzt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="800" height="500" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/01/accel-strategie-schaubild.webp" alt="" class="wp-image-1570" srcset="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/01/accel-strategie-schaubild.webp 800w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/01/accel-strategie-schaubild-300x188.webp 300w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2025/01/accel-strategie-schaubild-768x480.webp 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">A &#8211; Audience: Deine ideale Zielgruppe definieren</h2>



<p>Der erste Schritt in nahezu jeder Social Media Strategie besteht erst einmal darin, deine Zielgruppe näher zu definieren. So wie es im Marketing üblich ist, dass zuerst eine ideale Kundenpersona bestimmt wird, kannst du das Gleiche für deinen &#8222;idealen Instagram Follower&#8220; machen.</p>



<p>Dazu nimmst du dir am besten ein Blatt Papier oder eine digitale Notiz und trägst einmal alle relevanten Informationen zusammen, die für deine Nische mit ihrer jeweiligen Zielgruppe wissenswert sind. Dazu treffe ich einmal die Annahme, dass du selbst Mandatsträger oder Kandidat für ein politisches Mandat auf Kommunal-, Landes- oder Bundesebene bist. Die folgenden Fragen und Anregungen sollen dir dabei helfen, die Notiz zu füllen.</p>



<p><strong>Deine eigene Nische:</strong> </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Für welche Partei trittst du an? </li>



<li>Hast du einen regionalen Schwerpunkt? </li>



<li>Was sind die Kernthemen deiner Partei? </li>



<li>Für welche Themen stehst du ganz persönlich oder hast entsprechende Sprecher-Rollen dafür?</li>
</ul>



<p><strong>Relevante Accounts deiner Nische:</strong> </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mit welchen politischen Accounts teilst du dir deine Region oder deine Themen? </li>



<li>Welche Personen, Verbände oder Unternehmen kennst du, die für dein Thema eine Rolle spielen? </li>



<li>Worum geht es in deren Beiträgen?</li>
</ul>



<p>Sind diese Fragen beantwortet, gehst du in die Kommentar-Analyse der relevanten Accounts in deiner Nische. Finde heraus, welche Fragen die Nutzer stellen und welche Themen in den Kommentaren diskutiert werden. Dadurch kannst du besser Inhalte ermitteln, mit denen du dich in deiner Nische voraussichtlich abheben kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">C &#8211; Content: Das richtige Format für deine Botschaft wählen</h2>



<p>Wenn du deine Zielgruppe mit ihren jeweiligen Themen und Bedürfnissen kennst, geht es im nächsten Schritt um den effektivsten Weg, deine Botschaften zu kommunizieren. Instagram beispielsweise bietet verschiedene Content-Formate an, wie Carousels, Reels und einzelne Fotos. Anhand deiner Stärken und deiner Zielgruppe musst du also die ideale Verteilung dieser Formate wählen.</p>



<p><strong>Reels beziehungsweise Kurzvideos</strong> sind das ideale Werkzeug, um deine Reichweite zu stärken und neue Nutzer auf dich aufmerksam zu machen. Eine der wichtigsten Kennzahlen hierzu sind die <strong>Anzahl der Shares</strong> deiner Videos &#8211; also wie oft wurde dein Inhalt in einer Story geteilt oder in die Inbox anderer Accounts gesendet. Diese Bedeutung wurde in der Vergangenheit <a href="https://www.socialmediatoday.com/news/instagram-chief-post-share-rates-key-driver-reach/716540/">bereits mehrfach von Adam Mosseri, dem CEO von Instagram, bestätigt</a>.</p>



<p>Wenn du noch Schwierigkeiten hast, passende Ideen für Kurzvideos im politischen Bereich zu entwickeln, helfen dir sicher <a href="https://betterpolitics.de/downloads/20-social-media-ideen-bundestagswahl-2025/" data-type="page" data-id="1487">meine 20 Content-Formate zur Bundestagswahl</a> weiter (die im Übrigen nicht nur im Wahlkampf genutzt werden können).</p>



<p><strong>Carousels</strong> wiederum sind mehrteilige Kachel-Beiträge, mit denen du primär Vertrauen bei deinen bestehenden Followern aufbauen und stärken kannst. Sie eignen sich dafür, bei politischen Themen und Fragestellungen näher ins Detail zu gehen. Seit Sommer 2024 sind <a href="https://www.theverge.com/2024/8/8/24216111/instagram-carousel-post-expansion">bis zu 20 Slides pro Carousel möglich</a>.</p>



<p>Du kannst beispielsweise durch <strong>anschauliche Grafiken</strong> und Diagramme in Kombination mit <strong>kurzen, leicht verständlichen Textblöcken</strong> eine aktuelle Diskussion aus der Tagespolitik aufgreifen und sie neutral oder mit deiner parteipolitischen und persönlichen Meinung deiner Zielgruppe vermitteln.</p>



<p>Die beiden einfachsten Tools, um die Grafikerstellung einzusteigen, sind meiner Meinung nach <strong><a href="https://www.adobe.com/de/express/">Adobe Express</a></strong> und <strong><a href="https://www.canva.com/de_de/preise/">Canva</a></strong>. Beide sind in ihrer Basis-Version kostenlos nutzbar und bieten eine Vielzahl an Tutorials und Hilfestellungen, um mit wenigen Handgriffen gute Grafiken zu erstellen. Wer hingegen schon etwas fortgeschritten ist, greift auf bewährte Software wie <strong><a href="https://www.adobe.com/de/products/illustrator.html">Adobe Illustrator</a></strong> oder <strong><a href="https://affinity.serif.com/de/designer/">Affinity Designer</a></strong>. Während sich Illustrator nur über das monatliche Creative Cloud Abo beziehen lässt, bekommst du Affinity Designer relativ günstig zum Einmalkauf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">C &#8211; Consistency: Posten, aber nachhaltig</h2>



<p>Der wahrscheinlich schwierigste Teil des Ganzen ist die Konsistenz &#8211; also über einen längeren Zeitraum kontinuierlich eine stabile Anzahl an Beiträgen pro Woche posten, die gleichzeitig den eigenen Qualitätsansprüchen genügen.</p>



<p>Nicht nur in der Politik, sondern auch in allen anderen Branchen laufen Social Media Manager häufig die Gefahr, in &#8222;<strong>Content-Sprints</strong>&#8220; zu geraten und dann über mehrere Wochen richtig viel Beiträge abzuliefern, nur um dann wenig später in ein Loch zu fallen und gar nichts mehr zu posten.</p>



<p><strong>Kommt dir bekannt vor?</strong> <strong>Glaub mir, das macht jeder mal durch und nicht nur einmal &#8211; ich spreche da aus Erfahrung <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="351" consent-by="services" consent-id="352"/></strong></p>



<p>Viel wichtiger ist, dir diese Herausforderung bewusst zu machen und ein Pensum zu entwickeln, mit dem du für deinen Account und insbesondere für deine Zielgruppe einen mehrwerthaltigen Content gestalten kannst. <strong>Wie kann das für dich aussehen?</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nimm dir wöchentlich mindestens eine Stunde <strong>Zeit für Brainstorming</strong>. Schreibe einfach alle Ideen und Themen herunter, die dir in den Sinn kommen &#8211; selbst, wenn du sie am Ende nie nutzen solltest. </li>



<li>Halte in deinem eigenen Feed die Augen offen nach Dingen, die deine Zielgruppe interessieren könnten. Bei Instagram und TikTok kannst du dir <strong>Collections</strong> beziehungsweise Speicher-Listen anlegen, in denen du Inspirationen und Content-Ideen von anderen Kanälen abspeicherst und später auf deine Person und dein Thema überträgst.</li>



<li>Beobachte die <strong>Resonanz deiner Formate</strong>. Gerade am Anfang wirst du viel Spielraum für Experimente brauchen, von denen einige womöglich floppen werden und andere wiederum den Nerv deiner Zuschauer treffen. Checke also regelmäßig die Insights und identifiziere die Formate, die dir zuverlässig Reichweite und Interaktionen einbringen.</li>



<li>Wenn du Content produzierst, bündele diese <strong>Aktivität in einem Zeitblock</strong>. Hier und da mal schnell ein Video zu produzieren, löst in der Regel mehr Stress aus, als sich einen festen Zeitraum von beispielsweise 2-3 Stunden dafür zu reservieren und den vorbereiteten Content in einem Stück aufzunehmen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">E &#8211; Engagement: Baue eine Beziehung zu deiner Community auf</h2>



<p>Engagement oder zu Deutsch auch <strong>Interaktion ist der Schlüssel</strong>, um in sozialen Medien eine lebhafte Community aufzubauen und deine Sichtbarkeit in der Zielgruppe zu stärken. Tritt in den Kontakt mit Menschen, die deinem Profil folgen und schreibe Kommentare, die auch wirklich eine Konversation anregen.</p>



<p>Soziale Medien sind nicht dazu gedacht, ohne Rücksicht auf Verluste seine Botschaften in die Welt zu brüllen, sondern Verbindungen zu schaffen und in einen <strong>ernstgemeinten Austausch</strong> mit Gleichgesinnten zu treten. Bewege dich dazu auch mal aus deinem Profil heraus, stöbere dich durch andere Accounts mit ähnlichen Themen und Interessen und schreibe dort <strong>gedankenvolle Kommentare</strong> und Fragen (einfach nur kommentarlos Emojis zu posten, wird dich nämlich nicht interessant für andere machen).</p>



<p>Auch hier ist <strong>Konsistenz</strong> natürlich von großem Vorteil. Als Richtwert kannst du dir ungefähr <strong>eine Stunde am Tag</strong> setzen, die du in vier Viertelstunden aufteilen kannst:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>15 Minuten, um auf <strong>neue Kommentare</strong> auf deinen bisherigen Beiträgen einzugehen</li>



<li>15 Minuten, um auf <strong>Stories anderer Profile</strong> zu antworten und über die DM&#8217;s Konversationen anzustoßen</li>



<li>15 Minuten, um über die <strong>Explore-Seite</strong> auf Beiträge deiner Nische zu reagieren und sie zu kommentieren</li>



<li>15 Minuten, um inspirierenden Content in deine <strong>Speicherliste</strong> zu überführen und diese zu kommentieren</li>
</ul>



<p>Wenn du diese Routine täglich (oder zumindest regelmäßig) in deinen Alltag einbaust, wird sich spürbar etwas an der Zusammensetzung deiner Community verändern &#8211; und zwar ins Positive!</p>



<h2 class="wp-block-heading">L &#8211; Liftoff: Nutze die Plattform-Funktionen und starte durch!</h2>



<p>Als letzter Bestandteil der ACCEL-Strategie geht es darum, die Potenziale der verschiedenen Plattform-Funktionen auszunutzen. Auf Instagram sind das beispielsweise folgende Möglichkeiten:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Livestreams:</strong> Mit Instagram Live kannst du anlassbezogen zum Beispiel über aktuelle politische Themen sprechen, Gäste einladen oder einfach spontan mit deiner Community in den direkten Austausch treten.</li>



<li><strong>Kollaborationen:</strong> Mit Collabo-Posts kannst du gemeinsam mit anderen Profilen einen Beitrag hochladen, der dann in den Feeds aller Beteiligten zu sehen ist. Das bietet das große Potenzial, durch verwandte Profile auf neue Teile deiner Zielgruppe zu stoßen und dich auch außerhalb deiner aktuellen Bubble bekannter zu machen.</li>



<li><strong>Links und DM-Automation:</strong> Wenn es darum geht, auf Inhalte außerhalb von Instagram aufmerksam zu machen, sind Biografie-Links in der Regel das Mittel der Wahl. Durch Automationstools wie Manychat kannst du darüber hinaus aber auch steuern, wer basierend auf Schlagworten in Kommentaren eine Direktnachricht erhält, um automatisiert Informationen zu verschicken und Traffic beispielsweise auf deine Webseite zu erzeugen.</li>
</ol>



<p>Bei all diesen Schritten gilt es aber vor allem zu beachten: Eine lebhafte Präsenz auf Instagram und anderen Social Media Kanälen benötigt immer Aufwand, Zeit und Geduld. Fokussiere dich bei allen Aktivitäten immer darauf, einen Mehrwert für deine Zielgruppe zu bieten und stecke deine Energie vor allem in kontinuierliche Community-Bildung und die Formate mit der stärksten Performance.</p>
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		<title>Guide: Erstwählerbrief schreiben &#8211; Von der Planung bis zum Versand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pascal.schejnoha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Sep 2024 09:48:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wahlkampf & Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[15 Minuten]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie erreicht man heutzutage eigentlich noch junge Erstwähler? Die sozialen Medien sind da in der Regel das erste Schlagwort für Parteien und Kandidaten. Es gibt aber immer noch eine relevante und analoge Alternative &#8211; und das ist der Erstwählerbrief. In diesem Guide erkläre ich dir jeden einzelnen Schritt, der für die Planung, das Schreiben und [&#8230;]]]></description>
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<p>Wie erreicht man heutzutage eigentlich noch junge Erstwähler? Die sozialen Medien sind da in der Regel das erste Schlagwort für Parteien und Kandidaten. Es gibt aber immer noch eine relevante und analoge Alternative &#8211; und das ist der Erstwählerbrief. In diesem Guide erkläre ich dir jeden einzelnen Schritt, der für die Planung, das Schreiben und den Versand von Erstwählerbriefen nötig ist. Am Ende des Beitrags kannst du dir außerdem eine <strong>kostenlose Vorlage</strong> für die klassische Brief-Variante sichern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum einen Erstwählerbrief schreiben?</strong></h2>



<p>Das erste Mal in seinem Leben wählen zu dürfen, ist für viele junge Menschen ein besonderes Ereignis. Wenn Schülerinnen und Schüler im Gemeinschaftskunde-Unterricht sich erstmals mit dem Wählen auseinandersetzen, erhöht das für viele das Bedürfnis, endlich selbst an die Wahlurne schreiten zu können. In Deutschland liegt das Wahlalter bei Bundestagswahlen bei 18 Jahren, in einzelnen Bundesländern sowie bei der Europawahl und vielen Kommunalwahlen wurde das Wahlalter bereits auf 16 Jahre herabgesenkt.</p>



<p>Bei der Bundestagswahl 2021 waren rund 1,9 Millionen junge Menschen zwischen 18 und 20 Jahren wahlberechtigt. Auch wenn sie im Verhältnis zu allen Wahlberechtigten die kleinste Gruppe darstellen, sind sie trotzdem aus mehreren Gründe eine relevante Wählerzielgruppe:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Vor allem bei der allerersten Wahl sollte es im Interesse der Parteien sein, einen Ankerpunkt bei jungen Menschen zu setzen. Das beginnt vor allem bei der Wahrnehmung, dass es die Partei überhaupt gibt und dass sie Inhalte hat, die mich als Individuum betreffen.</li>



<li>Jung- und Erstwähler stehen medial in einem besonderen Fokus: Bei jedem Wahlabend wirft man im TV und auf Social Media insbesondere den Blick auf die Ergebnisse der jungen Wähler unter 30 oder der Erstwähler. Auch in den Vorberichterstattungen werden häufig junge Menschen begleitet, die sich ihre politische Wahlentscheidung bilden wollen.</li>



<li>Auch wenn der Trend von Stammwählern hin zu Wechselwählern geht, ist eine gewisse Wählerbindung weiterhin ein wichtiges Ziel von Parteien. Je früher man hier ansetzt, umso eher kann eine Partei Vertrauen aufbauen und die Wechselwilligkeit versuchen einzudämmen.</li>
</ul>



<p>Aus dem Marketing wissen wir, dass ein Kunde (oder in der Politik eben der Wähler) mehrere Kontaktpunkte zu unserer Marke (Partei) oder Person aufbauen muss, damit die Wahrnehmung und die Botschaften in den Köpfen hängen bleiben.</p>



<p>Der Erstwählerbrief ist daher ein geeignetes Instrument, einen zusätzlichen Kontaktpunkt zu Jung- und Erstwählern aufzubauen, die womöglich noch nicht wissen, wo sie bei der nächsten Wahl ihr Kreuz machen sollen. Die Vorteile liegen also auf der Hand:</p>



<p><strong>Erstwählerbriefe sind persönlich. </strong>Während Parteien mit Social Media, Marktplatz-Ständen und Zeitungsanzeigen eine breite und meist anonyme Masse ansprechen, ermöglichen Erstwählerbriefe eine persönliche Adressierung und sprechen den Erstwähler auf seine Wünsche und Bedürfnisse an.</p>



<p><strong>Erstwählerbriefe sind ungewöhnlich (im positiven Sinne).</strong> Wann bekommt man als 18-jähriger heute eigentlich noch Briefe? Wenn man mal Rechnungen, Versicherungen und den üblichen &#8222;Erwachsenen-Kram&#8220; abzieht, wohl eher wenig. Ein haptischer Brief liefert für viele zumindest einmal den Anlass, ihn sich näher anzuschauen und durchzulesen. Das wird nicht immer der Fall sein, aber im Verhältnis zu einem digitalen Brief steht es um die Leserate sehr wahrscheinlich besser.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie schreibe ich einen Erstwählerbrief?</strong></h2>



<p>In der inhaltlichen Ausgestaltung deines Erstwählerbriefs bist du grundsätzlich erstmal frei. Stelle dir aber zu Beginn die grundlegende Frage: &#8222;Was hätte mich wohl damals mit 16 oder 18 Jahren interessiert, wenn ich einen Brief eines Politikers / Kandidaten bekommen hätte?&#8220; &#8211; Damit du bei dieser Frage nicht nur die Politik-Nerds abholst, solltest du vor allem von einer Person ausgehen, die politisch tendenziell wenig informiert ist und vielleicht mal über die Tagesschau oder andere Medien die wichtigsten Nachrichten aufschnappt.</p>



<p>Wenn du dir darüber Gedanken gemacht hast, hier ein paar persönliche Schreibtipps von mir:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Duzen oder Siezen.</strong> Über diese Frage kann man sich trefflich streiten, ich würde aber bei Erstwählerbriefen immer zum Du greifen &#8211; vor allem, wenn du selbst noch unter 30 bist. Das macht die ganze Sache direkt persönlicher und baut Distanz ab. Gesiezt zu werden ist für 18-jährige meistens noch ein seltsames Gefühl, an das man sich durch Oberstufe, Ausbildung oder Studium erstmal gewöhnen muss.</li>



<li><strong>Schreibe aus dem Herzen heraus.</strong> Klingt im ersten Moment pathetisch, aber du willst nicht wie eine aalglatte und emotional abgestumpfte Person rüberkommen &#8211; das ist nämlich das Bild, das leider zu oft von Politikern in den Köpfen existiert. Woran bist du wirklich interessiert? Was ist deine konkrete politische Mission? Je greifbarer es für deinen Adressaten ist, umso besser.</li>



<li><strong>Formuliere verständlich und prägnant.</strong> Wenn du dazu neigst, gerne viel und fachlich korrekt zu schreiben, ist der Tipp besonders wichtig für dich. Rufe dir immer wieder ins Gedächtnis, wer diesen Brief lesen wird und ob er oder sie am Ende des Tages Lust hat, sich durch politisches Fachvokabular, verklausuliertes Parteiprogramm und Bandwurm-Schachtelsätze zu quälen. Wenn dir Umformulieren schwerfallen sollte, kann dir ChatGPT &amp; Co. im Zweifel aushelfen.</li>



<li><strong>Lass deinen Text von deiner Zielgruppe gegenprüfen.</strong> Hast du das Gefühl, deinen Schreibstil gefunden zu haben, gib deinen Textentwurf an eine junge Person aus der Zielgruppe zur Korrektur. Das können jüngere Geschwister, Verwandte oder andere Bekannte im passenden Alter sein. Triffst du mit deinem Brief die passende Tonalität? Gibt es Passagen, die inhaltlich verkopft oder schwer zu verstehen sind? Weiß der Leser am Ende des Briefs, warum er sich bei der Wahl für mich und meine Partei entscheiden sollte? Diese Fragen sollte deine Testperson beantworten können &#8211; wenn er oder sie es nicht kann, dann musst du nochmal an die Formulierung ran.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was muss in einem Erstwählerbrief stehen?</strong></h2>



<p>So viel zu den Formulierungen selbst. Aber aus welchen Bestandteilen sollte ein idealtypischer Erstwählerbrief eigentlich bestehen? Du kannst den Inhalt grob in fünf Bereiche unterteilen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Persönliche Ansprache:</strong> Nach dem obligatorischen Adressfeld folgt wie bereits empfohlen eine persönliche Du-Ansprache.</li>



<li><strong>Wahlrecht und Bedeutung:</strong> In diesem Abschnitt machst du erstmal darauf aufmerksam, wann überhaupt die nächste Wahl stattfindet. Vor allem bei Erstwählern halte ich es für eine Pflichtaufgabe, an dieser Stelle auch auf den Wert des Wahlrechts in der Demokratie mit 2-3 kurzen Sätzen einzugehen.</li>



<li><strong>Inhaltlicher Teil:</strong> Hier ist der Bereich, in dem du ausführen kannst, was deine persönliche Mission und die deiner Partei für die kommende Wahl ist. Wofür setzt du dich konkret ein? Welche Veränderungen dürfen Erstwähler erwarten, wenn sie dir ihre Stimme geben? Idealerweise greifst du hier auch jugendpolitisch relevante Forderungen auf, am besten in Form von greifbaren (lokalen) Beispielen.</li>



<li><strong>Wahlaufruf:</strong> Gegen Ende des Briefes kannst du noch einmal für&#8217;s Wählen gehen werben und eine niedrigschwellige Kontaktmöglichkeit anbieten, falls es Gesprächsbedarf und Rückfragen gibt.</li>



<li><strong>Datenschutzhinweise:</strong> Nach der Grußformel ist es bei modernen Erstwählerbriefen üblich, einen Hinweis über die Herkunft der Adressdaten sowie weitere Datenschutzhinweise einzubauen. Hierzu aber mehr in einem späteren Kapitel.</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie layoute ich einen Erstwählerbrief?</strong></h2>



<p>Im Internet wirst du vereinzelte Beispiele von Erstwähleranschreiben finden, die explizit nur digital verfügbar sind um Papier einzusparen. Das ist sicher gut für das ökologische Gewissen, an der Effektivität (also dass es möglichst viele Jungwähler lesen) habe ich hier aber konkrete Zweifel, da es ja ganz bewusst um ein persönliches Anschreiben geht. <em>(Wahlprogramme &amp; Co. sollten natürlich wiederum online verfügbar und strukturiert aufbereitet sein, aber das ist ein anderes Thema.)</em></p>



<p>Bei der optischen Gestaltung eines Erstwählerbriefs kannst du mehrere Wege bestreiten: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Klassische Briefform:</strong> Der Standardfall bei den Erstwählerbriefen ist der klassische A4-Brief. Halte diese Form möglichst kurz und bringe die wesentlichen Inhalte auf 2 Seiten (Vorder- und Rückseite) unter. Der Standardbrief ist einfach und kostengünstig in der Erstellung, hebt sich aber optisch nicht unbedingt ab.</li>



<li><strong>Gelayouteter Brief:</strong> Wenn du deinem Erstwählerbrief das gewisse Etwas verleihen willst, dann ist ein designtes Layout eine mögliche Option. Dabei kannst du auch vom A4-Papierformat abweichen und beispielsweise eine Postkarte oder eigens entwickelte Falzflyer für die Erstwähleransprache nutzen. Dadurch hebst du dich einerseits optisch ab und hast mehr Gestaltungsspielraum, musst aber andererseits mit höheren Kosten rechnen. Außerdem ist je nach Produkt die Gestaltung der Serienadressierung etwas komplizierter als beim Standardbrief.</li>
</ul>



<p><em>(Wenn du an einem besonderen Layout für deinen Erstwählerbrief interessiert bist und dir die nötigen Grafikkenntnisse fehlen, dann stelle mir gerne eine Anfrage über <a href="https://betterpolitics.de/leistungen/werbemittel-service/" data-type="page" data-id="988">meinen Layout Service</a> oder per E-Mail an <a href="mailto:info@betterpolitics.de">info@betterpolitics.de</a>)</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie bekomme ich die Adressdaten von Erstwählern?</strong></h2>



<p>Der Inhalt und die Gestaltung deines Erstwählerbriefs sind soweit geklärt &#8211; jetzt stellt sich natürlich die Frage, woher du überhaupt die ganzen Adressen der Erstwähler bekommen sollst. Die Antwort darauf ist aber relativ simpel: Du fragst bei deiner Kommune oder Landkreis vor Ort an.</p>



<p>&#8222;Warum geht das überhaupt so leicht?&#8220; wirst du dich vielleicht jetzt fragen. Doch dafür gibt es sogar eine gesetzliche Grundlage: Durch den <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bmg/__50.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">§50 Absatz 1 des Bundesmeldegesetzes (BMG)</a> ist es Parteien und Wählergruppen im Vorfeld von staatlichen und kommunalen Wahlen gestattet, bei der zuständigen Meldebehörde die Adressdaten von Wählerinnen und Wählern anzufragen, &#8222;soweit für deren Zusammensetzung das Lebensalter bestimmend ist.&#8220;</p>



<p><strong>Wichtige Einschränkung:</strong> Die hierüber bezogenen Adressdaten dürfen <strong>ausschließlich zur Wahlwerbung </strong>für die anstehende Wahl verwendet werden und müssen <strong>allerspätestens einen Monat nach der Wahl</strong> auch wieder <strong>gelöscht</strong> werden!</p>



<p>Das Gesetz (namentlich §50 Abs. 5 BMG) sieht es natürlich auch vor, dass jeder Wahlberechtigte dieser Übermittlung seiner Daten auch widersprechen kann. Dies muss die Person dann jedoch aktiv seiner zuständige Meldebehörde anzeigen.</p>



<p>Deine Anfrage kannst du in der Regel per E-Mail an das zuständige Einwohnermeldeamt senden. Du solltest dafür im Idealfall für deine Partei oder Wählervereinigung auch handlungsbefugt sein (z.B. als Mitglied des zuständigen Vorstands). Je nach Kommune kann es vereinzelt vorkommen, dass für diese Herausgabe eine Verwaltungsgebühr erhoben wird &#8211; hier musst du natürlich selbst für dich entscheiden, ob diese Kosten mit eurem Wahlkampfbudget vereinbar sind.</p>



<p><strong>Eine Anfrage könnte beispielsweise so aussehen:</strong></p>



<p><em>&#8222;Sehr geehrte Damen und Herren,</em> <em>hiermit möchte ich in meiner Funktion als Vorsitzende/r des Ortsverbands Musterstadt der BSP (Beispielpartei) für die kommende Bundestagswahl am 28. September 2025 die Meldedaten (Familienname, Vorname, Anschrift) für die Gruppe der Erstwähler (18 bis 21 Jahre) in Musterstadt anfordern. Ich beziehe mich hierbei auf die gesetzliche Grundlage nach §50 des Bundesmeldegesetzes (BMG).</em> <em>Bitte richten Sie etwaige Gebührenbescheide an die Adresse meines Ortsverbands: BSP Musterstadt, Musterstraße 123, 12345 Musterstadt.<br>Mit freundlichen Grüßen, Max Mustermann&#8220;</em></p>



<p>Wenn alles geklappt hat und die Kommune dir die Adressdaten zur Verfügung gestellt hat, solltest du dann noch die genannten Hinweise am Ende deines Erstwählerbriefs einbauen. Damit zeigst du, dass dir die informationelle Selbstbestimmung ein wichtiges Gut ist. Wenn du besonders serviceorientiert sein willst, dann kannst du den Jungwählern auch einen QR-Code abdrucken, der direkt zu einem Formular für den Widerspruch der Herausgabe führt. In Baden-Württemberg übernimmt das beispielsweise das zentrale <a href="https://www.service-bw.de/zufi" data-type="link" data-id="https://www.service-bw.de/zufi">Verwaltungsportal service-bw</a>, für andere Bundesländer kann es wiederum andere Lösungen geben.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erstwählerbrief: Serienbrief mit Adressdaten erstellen</strong></h2>



<p>Die Adressdaten sind eingesammelt, die Brief-Vorlage steht: Jetzt geht es darum, einen Serienbrief zu erstellen, der dann entweder in Eigenregie gedruckt oder an einen Druck- und Versanddienstleister übergeben werden kann.</p>



<p>Der Einfachheit halber gehe ich in diesem Kapitel nur auf die Serienbrief-Erstellung im klassischen Brief-Layout ein &#8211; bei individuellen Layouts, die über Grafikprogramme erstellt werden, ist die Abwicklung über den Druckdienstleister anhand der jeweiligen Anforderungen ratsam.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zunächst sollten die Adressdaten über euer Tabellenprogramm (idealerweise Excel) so aufbereitet sein, dass die einzelnen Datenfelder im Word-Dokument als Platzhalter eingefügt werden können.</li>



<li>Wenn du eine geschlechtsspezifische Anrede wählst (z.B. Liebe/r XY), füge hierzu am besten eine separate Spalte hinzu. Gegebenenfalls bietet es sich an, vorher die Geschlechter der Personen zu identifizieren und sie in einer separaten Spalte kurz zu markieren (z.B. m/w).</li>
</ul>



<p></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="512" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/2024-erstwaehlerbrief-tabelle-v3-1024x512.webp" alt="" class="wp-image-1121" style="width:611px;height:auto" srcset="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/2024-erstwaehlerbrief-tabelle-v3-1024x512.webp 1024w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/2024-erstwaehlerbrief-tabelle-v3-300x150.webp 300w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/2024-erstwaehlerbrief-tabelle-v3-768x384.webp 768w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/2024-erstwaehlerbrief-tabelle-v3.webp 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>



<p>Wenn die Datei mit den Adressen fertig vorbereitet ist, musst du die entsprechenden Platzhalter-Felder in der Word-Datei anlegen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Klicke in der oberen Leiste auf den Reiter &#8222;Sendungen&#8220;. Dort klickst du auf das Symbol &#8222;Empfänger auswählen&#8220; und dann auf den Eintrag &#8222;Vorhandene Liste verwenden&#8220;.</li>



<li>Es öffnet sich ein Explorer / Finder Fenster, in dem du nun deine vorbereitete Excel-Datei auswählst. Bestätige die Meldung, dass Word mit der Konvertierung der Tabelle fortfahren darf.</li>



<li>Öffne nun wieder den Reiter &#8222;Sendungen&#8220; und klicke auf das Symbol &#8222;Seriendruckfeld einfügen&#8220;. Damit fügst du nun alle Platzhalter in der Anordnung ein, wie sie auf dem Brief dargestellt werden sollen.</li>



<li>Um die Darstellung nun zu überprüfen, klickst du auf das Symbol &#8222;Ergebnisvorschau&#8220;. Nun sollten dir die Adressdaten aus der Tabelle angezeigt werden. Mit den Pfeilen kannst du durch die verschiedenen Adressen navigieren, um eventuelle Darstellungsfehler zu erkennen und über die Tabelle zu korrigieren.</li>



<li>Wenn alles erledigt und geprüft ist, klickst du abschließend auf das Symbol &#8222;Fertig stellen und zusammenführen&#8220; und wählst &#8222;Dokumente drucken&#8230;&#8220; aus. Dort kannst du entweder erstmal den Serienbrief als PDF speichern oder direkt zum Druck übergehen. </li>
</ul>



<p></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="512" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/2024-erstwaehlerbrief-word-1024x512.webp" alt="" class="wp-image-1126" style="width:678px;height:auto" srcset="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/2024-erstwaehlerbrief-word-1024x512.webp 1024w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/2024-erstwaehlerbrief-word-300x150.webp 300w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/2024-erstwaehlerbrief-word-768x384.webp 768w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/2024-erstwaehlerbrief-word.webp 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erstwählerbriefe verteilen: Eigenständig vs. Dienstleister</strong></h2>



<p>Sehr gut, der größte gestalterische Aufwand ist nun geschafft &#8211; jetzt geht es um die Verteilung. Hier gibt es im Grunde zwei Optionen: Die eigenständige Handarbeit oder die Abwicklung über einen Mailing- beziehungsweise Lettershop-Dienstleister. Die Wahl hängt natürlich ganz erheblich von der Zahl der Briefe und dem eigenen Budget ab &#8211; das musst du selbst für dich einschätzen können, ob ihr einen erhöhten Aufwand gegen geringere Kosten eintauschen wollt oder umgekehrt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Option 1: Eigenständige Verteilung</strong></h3>



<p>Bei dieser Option setzt du bei der finalen Serienbrief-PDF an und druckst diese am heimischen Drucker aus, kuvertierst und frankierst sie und bringst sie eigenständig in die Briefkästen der Erstwähler. Wenn du nur in einer kleinen Kommune lebst oder dich beispielsweise in deinem Wahlkreis nur auf die größten Gemeinden mit dem besten Wählerpotenzial fokussieren möchtest, kann die eigenständige Verteilung eine Möglichkeit für dich sein. Dabei solltest du nur folgendes beachten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Wähle das passende Timing:</strong> Informiere dich, wann ungefähr die Briefwahl-Unterlagen an die Haushalte versendet werden. In diesem Zeitfenster ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich die Erstwähler am aktivsten mit der Wahl auseinandersetzen. Wenn dann zufällig der passende Brief von einem freundlichen Kandidaten hereinkommt, hast du schon mal Pluspunkte gesammelt.</li>



<li><strong>Organisiere Helfer:</strong> Je nach Situation vor Ort kommst du schnell mal auf über 1.000 Erstwählerbriefe oder mehr. Trommle für die Verteilung deine (Partei-)Freunde zusammen und teilt euch die Verteilung sinnvoll und zeiteffizient auf. Je mehr helfende Hände, desto schneller.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Option 2: Verteilung über Mailing Service / Lettershop</strong></h3>



<p>Wenn die eigenständige Verteilung eindeutig zu viel Aufwand für dich ist und dein Budget passt, ist die Abgabe an einen Dienstleister logischerweise die entspanntere Wahl. Die größeren Druckdienstleister haben in der Regel auch einen <strong>Mailing Service</strong> im Angebot, es gibt aber auch überregionale oder lokale Lettershop Anbieter, die sich um Adressierung, Kuvertierung und Übergabe an die Post kümmern.</p>



<p>Wenn du hierzu nach Angeboten googelst, wirst du also viele Anbieter mit unterschiedlichen Konditionen und Einlieferungsbedingungen finden. Um den Rahmen nicht zu sprengen, führe ich nur eines der prominenteren Beispiele auf, mit denen du den Versand deines Erstwählerbriefs abwickeln kannst:</p>



<p>Über <strong>Flyeralarm Mailings</strong> kannst du mit ein paar wenigen Klicks das gewünschte Produkt mit der passenden Verteilung zu einem fairen Preis in Auftrag geben. Für eine richtige Dialogpost solltest du eine Auflage von 5.000 Exemplaren eingeplant haben, um ein günstigeres Porto zu erhalten &#8211; bei einer niedrigeren Auflage erfolgt ein Mindermengenaufschlag von derzeit 15 Cent. So gehst du schrittweise für unseren vorliegenden Standard-Brief vor:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Auf der <a href="https://www.flyeralarm-mailings.com/welcome/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Startseite von Flyeralarm Mailings</a> wählst du das Paket &#8222;Adressierte &amp; personalisierte Mailings&#8220; aus.</li>



<li>Bei der Produktauswahl wählst du die Option &#8222;Kuvertierte Mailings&#8220;.</li>



<li>Nun kannst du dich durch die verschiedenen Gestaltungsoptionen klicken. Dabei kannst du das Kuvert auswählen und bedrucken, die Aufmachung des Anschreibens, Beilage, Auflage und Versandart wählen.</li>
</ul>



<p></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="606" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/flyeralarm-mailings-beispiel-1024x606.png" alt="Beispielhafte Konfiguration für einen Standardbrief bei Flyeralarm Mailings." class="wp-image-1130" style="width:654px;height:auto" srcset="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/flyeralarm-mailings-beispiel-1024x606.png 1024w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/flyeralarm-mailings-beispiel-300x177.png 300w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/flyeralarm-mailings-beispiel-768x454.png 768w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/flyeralarm-mailings-beispiel-1536x909.png 1536w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2024/09/flyeralarm-mailings-beispiel-2048x1212.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beispielhafte Konfiguration für einen Standardbrief bei Flyeralarm Mailings.</figcaption></figure>



<p></p>



<p>Beachte hier insbesondere die Maßgaben der <a href="https://www.flyeralarm-mailings.com/dialogpost/assets/downloads/ma_mailer_bp_a4.pdf">Datenblätter für den Brief</a> und die Excel-Tabelle. Wenn du mit meiner kostenlose Vorlage arbeitest, entferne die Adressangaben und lasse den Platz an dieser Stelle frei. Im Anschluss an die Bestellung lieferst du Brief- und Adressdatei gemäß der Anleitung von Flyeralarm ein &#8211; und in 10-14 Tagen ist dein Mailing erfolgreich abgewickelt!</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bonus-Tipp: Erfolg mit QR-Code tracken</strong></h2>



<p>Wenn du die Erfolgsquote deines Erstwählerbriefs zumindest ein bisschen nachvollziehen und tracken möchtest, kannst du beispielsweise auf <strong>dynamische QR-Codes</strong> zurückgreifen. Diese baust du entweder auf dem Brief selbst oder einem beigelegten Flyer ein, der auf weitere Informationen, das Wahlprogramm oder ein anderes gewünschtes Ziel verlinkt.</p>



<p>Hierzu gibt es auch wieder viele verschiedene Anbieter, für die in der Regel eine Registrierung erforderlich ist, um das Tracking einsehen zu können. Ein paar Beispiele:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.qrtrack.de/preise" target="_blank" rel="noreferrer noopener">QR Track</a> ermöglicht in einer kostenlosen Version die Generierung von zwei dynamischen QR-Codes mit passendem Tracking. Das nächstgrößere Standard-Paket kostet 11,95 EUR monatlich mit einer Mindestlaufzeit von 6 Monaten.</li>



<li><a href="https://www.qrcode-generator.de/preise/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">QR Code Generator</a> gehört zu den professionelleren und umfangreicheren Lösungen am Markt. Das lässt sich der Dienst auch bezahlen, hier kann man mit einem Starter-Paket für 8,- EUR im Monat ebenfalls zwei dynamische QR Codes erzeugen, für 12,50 EUR monatlich wären es bereits 50 Codes.</li>



<li><a href="https://me-qr.com/pricing" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Me-QR</a> lässt in der kostenlosen Version erhält man bis zu 10.000 dynamische QR-Codes, die dann aber entsprechend mit Werbung versehen sind. Erst ab der Premium-Version für circa 16,- EUR im Monat gibt es unbegrenzte und werbefreie QR-Codes.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein Geschenk für dich: Kostenlose Erstwählerbrief-Vorlage zum Download</strong></h2>



<p>Wenn du diesen Guide bis hier durchgelesen hast, dann bist du bestens ausgerüstet, um überzeugende Erstwählerbriefe für deinen Wahlkampf zu schreiben. Damit das Ganze für dich noch etwas bequemer und schneller funktioniert, bekommst du meine Vorlage für den Standard-Erstwählerbrief komplett kostenlos zum Download.</p>



<p>Die aktuellste Version bezieht sich auf die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen am 14. September 2025.</p>



<p><a href="https://betterpolitics.de/erstwaehlerbrief-vorlage/" data-type="page" data-id="1134">Um zum Download des Erstwählerbriefs zu gelangen, klicke bitte hier.</a></p>



<p></p>
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		<title>5 Strategie-Tipps auf dem Weg zum Fachpolitiker</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jun 2024 21:01:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hast du dich schon einmal mit deiner eigenen Positionierung beschäftigt? Also dich selbst zu reflektieren und dir selbst die Frage zu beantworten, wie du als Politiker:in wahrgenommen werden willst? Viele Social Media Profile von Politikern machen den Eindruck, dass sie sich um diese Frage eher herumgewunden und nicht die Zeit genommen haben, das einmal ausführlich [&#8230;]]]></description>
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<p>Hast du dich schon einmal mit deiner eigenen Positionierung beschäftigt? Also dich selbst zu reflektieren und dir selbst die Frage zu beantworten, wie du als Politiker:in wahrgenommen werden willst? Viele Social Media Profile von Politikern machen den Eindruck, dass sie sich um diese Frage eher herumgewunden und nicht die Zeit genommen haben, das einmal ausführlich zu beantworten.</p>



<p>Das Thema Positionierung ist extrem wichtig für die eigene Kommunikationsstrategie nach außen. Ich zeige dir in diesem Beitrag das Modell des Fachpolitikers, an dem du dich für deine eigene Strategie orientieren kannst. Ich beschreibe dabei die kompletten Reinformen; das bedeutet, dass du auch Elemente aus mehreren Modellen für dich nutzen und kombinieren kannst. Wenn du dir über die Modelle bewusst bist, kannst du für dich entscheiden, wo du deine Schwerpunkte legst.</p>



<p>(Nahezu) jeder Politiker hat mindestens ein politisches Thema, für das er oder sie sich im besonderen Maß interessiert und einsetzt. Ob das Verkehrs-, Sozial- oder Wirtschaftspolitik ist, spielt dabei erstmal eine sekundäre Rolle. Das <strong>politische Interessensgebiet</strong> für sich genommen ist dabei nur der erste Schritt zu einer erfolgreichen Positionierung in der Öffentlichkeit.</p>



<p>Du kannst noch so ein großartiger Fachpolitiker und Experte auf deinem Gebiet sein: <strong>Wenn du das nicht herausstellst, wird kein Hahn nach dir krähen.</strong> Ein guter Fachpolitiker wird von seinem Umfeld, seiner Partei und den Medien regelmäßig zu seinen Themen angefragt – er oder sie spielt sich in den engeren Zirkel, sobald die entsprechenden Schlagworte in neuen Debatten aufkreuzen.</p>



<p>Diese Positionierung ist sehr sinnvoll und zahlt sich umso mehr aus, je höher du dich auf den politischen Ebenen bewegst – wie auf Landes- und Bundesebene beispielsweise. Denn bei jeder Übernahme von <strong>Regierungsverantwortung</strong> stellt sich natürlich die Ressort-Frage und wer dort federführend Politik übernehmen soll. Fällt deiner Partei dein Fachressort zu, bist du den nächsten Entwicklungsschritten schon näher als andere.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie gelingt dir eine Positionierung als Fachpolitiker? 5 Tipps</h2>



<h3 class="wp-block-heading">1. Werde Experte auf deinem Gebiet</h3>



<p>Jeder fängt mal klein an und nicht immer passt der berufliche Background auch zu deinen politischen Fachinteressen. Verschaffe dir einen <strong>Überblick</strong> zu deinem Thema, eigne dir <strong>wichtige Eckdaten</strong> an und vertiefe dann dein Wissen Schritt für Schritt. Wenn du <strong>Statements</strong> auf Social Media oder an die Presse verbreitest, sollten diese Hand und Fuß haben.</p>



<p>Ein sachkundiger Leser sollte das Gefühl haben, du verstehst was von deinem Fach. Manche mögen sich mit <strong>Plattitüden und Floskeln</strong> weit nach vorne mogeln, aber du willst sicher nicht irgendwann als ahnungsloser Quacksalber enttarnt werden, oder?</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Konzentriere dich auf dein Fachgebiet</h3>



<p>Wer wäre nicht gerne Experte für alles und möchte am liebsten für jede politische Frage mit Talkshow- und Zeitungsanfragen bombardiert werden? Wenn du nicht gerade in der obersten Führungsriege deiner Partei stehst, ist das aber eher unwahrscheinlich. Sei dir stattdessen im Klaren darüber, mit welchem Thema du assoziiert werden willst. <strong>Wichtig</strong>: Schreibe dir dieses Thema auf und bespiele es dann immer wieder auf deinen Kommunikationskanälen.</p>



<p><strong>Konsistenz</strong>, <strong>Wiederholung</strong> und <strong>kluge Statements</strong> werden über kurz oder lang dazu führen, dass du von außen mit bestimmten Begriffen in Verbindung gebracht wirst. Auch wenn es nicht immer die große Bühne sein wird – ein <strong>Netzwerk von Interessensverbänden und Unternehmen</strong> aus deinem Fachbereich ist ein Wert, der sich früher oder später für dich auszahlen kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Mach deine Expertise für jeden verständlich</h3>



<p>Auch als Fachpolitiker stehst du nicht dauerhaft vor informiertem Publikum. Für nachhaltige Wahlerfolge solltest du dir daher immer vor Augen führen, wie du <strong>fachpolitische Botschaften</strong> rüberbringst und ob sie für den Laien verständlich sind.</p>



<p><strong>Ein Beispiel:</strong> Auf Bundesebene wird ein Bürgergeld eingeführt, das mehrere Sozialleistungen zusammenfasst und unbürokratischer an die Bedürftigen weitergibt. Als kommunal engagierter Sozialpolitiker möchtest du diese Veränderung natürlich an deine lokale Zielgruppe kommunizieren.</p>



<p>Das <strong>sachlich-nüchterne Extrem</strong> wäre jetzt, die Änderungen im Gesetzbuch zu verlinken und aufzuzeigen, welche Paragraphen im Sozialgesetzbuch denn jetzt geändert wurden, damit diese tolle Verbesserung auf den Weg gebracht werden konnte. Ich glaube es ist klar, dass das wenig zielführend ist.</p>



<p>Stelle dir stattdessen <strong>folgende Fragen</strong>, wenn du Botschaften zu fachspezifischen Neuigkeiten formulierst:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><em>Habe ich fachspezifische Begriffe vermieden oder sie zumindest mit 1-2 kurzen Sätzen erläutert?</em></li>



<li><em>Schreibe ich im Beitragstext gerade einen Roman von 250+ Wörtern, den sich niemand wirklich durchlesen wird?</em></li>



<li><em>Sind meine Sätze so geschrieben, dass eine politisch uninformierte Person beim ersten Lesen gleich versteht, worum es geht?</em></li>



<li><em>Mache ich konkret deutlich, welche Auswirkungen diese Neuigkeit auf meine Zielgruppe hat?</em></li>



<li>Baue dir ein Fach-Netzwerk auf</li>
</ul>



<p>Das bereits angesprochene <strong>Netzwerk</strong> ist für Fachpolitiker von immenser Bedeutung. Du bist nicht allwissend und wie jeder andere Politiker auch auf <strong>Impulse von außen</strong> angewiesen, um nicht immer nur in der eigenen Suppe zu köcheln. Darum brauchst du Ansprechpartner bei Unternehmen, Verbänden und sonstigen Interessensvertretern, die mit deinem Fachthema etwas zu tun haben.</p>



<p>Lege dir dazu am Besten eine <strong>Tabelle als Google Sheet</strong> an, in dem du öffentlich verfügbare Kontaktdaten zu Ansprechpersonen einpflegst. Abonniere ihre Newsletter und arbeite dich durch die relevanten <strong>Publikationen</strong> durch. Oftmals erstellen Verbände eigene <strong>Forderungskataloge an die Politik</strong>, aus denen sich wunderbar Gesprächsthemen ableiten lassen.</p>



<p><strong>Frage nach Terminen</strong> mit konkreten Gesprächsanlässen und biete an, als weitere Politik-Schnittstelle zu fungieren und Positionen (die du selbstverständlich ebenfalls gut findest) in die entsprechenden Gremien einzubringen. Verbände freuen sich immer über Mitstreiter, die sich in ihrem Fachgebiet für eine Verbesserung der politischen Lage engagieren.</p>



<p><strong>Zusatztipp:</strong> Wenn du schon eine gewisse Reputation hast, biete Verbänden mit Mitglieder-Zeitschriften das Schreiben eines <strong>Gastbeitrags</strong> an – idealerweise schon mit einem konkreten Vorschlag. Im schlimmsten Fall bekommst du eine Absage; im besten Fall platzierst du deine Botschaften an ein Fachpublikum und landest bei immer mehr Menschen auf dem Radar.</p>



<h3 class="wp-block-heading">4. Nutze die gesamte Bandbreite des Infotainments</h3>



<p>Nachdem du ein informierter und top vernetzter Fachpolitiker mit klaren Botschaften bist, folgt jetzt die Kür auf Social Media: <strong>Dein Spezialgebiet für die breite Öffentlichkeit greifbar machen.</strong></p>



<p>Das sogenannte „<strong>Infotainment</strong>“ (Information + Entertainment) ist dabei für die Außenkommunikation ein bedeutender Baustein. Leicht verdauliche Wissensvermittlung erfreut sich in einer zunehmend politisierten Gesellschaft immer größerer Beliebtheit. Allerdings sind die Qualitätsunterschiede gerade im politischen Bereich sehr hoch.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie Infotainment bei Politikern nicht aussehen sollte:</strong></h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Kacheln und Stories mit viel zu viel Text in allen Formen und Farben</li>



<li>Videos, in denen mit stocksteifer Haltung und monotoner Stimmlage in 2 Minuten ohne Punkt, Komma oder Schnitt ein Thema heruntergebetet wird</li>



<li>Wahlloses Verbreiten von weiterführenden Links zu Fachartikeln, die hauptsächlich einen selbst interessieren</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was du stattdessen machst:</strong></h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Optisch hochwertige Karussell-Infobeiträge, bei denen auf mehreren Slides (Abschnitten) ein Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet wird</li>



<li>Kurzvideos oder Stories bis zu 60 Sekunden, in denen eine spezifische Fragestellung zu deinem Fachthema von dir beantwortet wird – diese beinhalten entweder mehrere Schnitte für mehr Dynamik oder verschiedene Kameraperspektiven</li>



<li>Zusammenfassung von Nachrichten zu deinem Thema in kurzen Stichpunkten auf einer einzelnen Grafik mit leicht verständlichen Sätzen</li>



<li>Ein Quiz in der Instagram-Story zu deinem Thema mit anschließender Erfolgskontrolle für die Community</li>
</ul>



<p>Eine detaillierte <strong>Anleitung zum Erstellen von Infoposts</strong> findest du bald in einem weiteren Blog-Beitrag von mir.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Best Practice Beispiele für Infotainment</h2>



<h3 class="wp-block-heading">a) Karussell-Infoposts</h3>



<p>Infoposts sind eine super Gelegenheit, sich einzelne Bestandteile eines Fachthemas herauszugreifen und sie <strong>in leicht verständlicher Form aufzubereiten</strong>. Dieses Beispiel stammt von mir selbst, bei dem ich für Alena Trauschel einen <strong><a href="https://www.instagram.com/p/CWvzObzoVTN/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">anlassbezogenen Post</a></strong> erstellt habe, in dem es um ihre favorisierten Inhalte aus dem damals vorgestellten Ampel-Koalitionsvertrag geht.</p>



<p>Es werden dabei ihre fachspezifischen Ressorts beleuchtet, die Infos kurz in Stichpunkten aufgelistet und ihre Person an den Anfang und das Ende gestellt. Ein <strong>Call-to-Action (CTA)</strong> am Schluss rundet den Infopost ab, in dem die Community aufgerufen wird, ihre persönlichen Lieblingsforderungen mitzuteilen.</p>



<p>Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Bei damals 2.800 Followern auf Instagram erreichte der Beitrag eine Reichweite von <strong>über 40.000 Nutzern</strong> innerhalb der ersten drei Wochen nach Veröffentlichung. Das Beispiel zeigt, welche Stärke passendes Timing, ein interessanter Inhalt und eine optisch passende Darstellung entfalten kann.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/22-10-15_bp-fachpolitiker-1-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-361" srcset="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/22-10-15_bp-fachpolitiker-1-1024x1024.png 1024w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/22-10-15_bp-fachpolitiker-1-300x300.png 300w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/22-10-15_bp-fachpolitiker-1-150x150.png 150w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/22-10-15_bp-fachpolitiker-1-768x768.png 768w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/elementor/thumbs/22-10-15_bp-fachpolitiker-1-pw9fzull7fp9ttexe7uyeoq4afzimo2ho7rj7vyc8g.png 600w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/22-10-15_bp-fachpolitiker-1.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Instagram Insights, instagram.com/alena.finktrauschel</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">b) Infoposts von funk</h3>



<p>Das Content-Netzwerk funk des Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunks macht im Bereich Infotainment vieles richtig und schafft es, ein breites Publikum für die unterschiedlichsten und oft politischen Themen zu begeistern.</p>



<p>Oftmals werden auf einer, maximal zwei- oder dreiseitigen Instagram Kachel ein <strong>aktuelles Ereignis</strong> oder ein <strong>fachspezifisches Thema</strong> mithilfe weniger Stichpunkte kurz und prägnant erklärt. Die Botschaften sind dabei so ausgelegt, dass nur das Allerwichtigste abgebildet wird und die Nutzer einen kompakten Überblick über das Thema bekommen.</p>



<p>funk schafft es außerdem, die Community sehr clever <strong>in ihr Infotainment einzubinden</strong>. Bevor ein neuer Infopost erscheint, wird zuvor in der Instagram Story nach dem „Infopost-Tier der Woche“ gefragt. Über eine Abstimmung können die Nutzer für eines von zwei Tieren voten, das dann ganz am Schluss eines Infoposts abgebildet wird. Eine <strong>niedrigschwellige Form der Beteiligung</strong> führt damit zu mehr Vorfreude auf rein inhaltliche Themen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2023/11/22-10-15_bp-fachpolitiker-2-1024x1024.webp" alt="" class="wp-image-583" style="width:839px;height:auto" srcset="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2023/11/22-10-15_bp-fachpolitiker-2-1024x1024.webp 1024w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2023/11/22-10-15_bp-fachpolitiker-2-300x300.webp 300w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2023/11/22-10-15_bp-fachpolitiker-2-150x150.webp 150w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2023/11/22-10-15_bp-fachpolitiker-2-768x768.webp 768w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2023/11/elementor/thumbs/22-10-15_bp-fachpolitiker-2-qf3h5tnj22sgjl3lj30rv8lfxbsmbn5j5rqxya9gfk.webp 600w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2023/11/22-10-15_bp-fachpolitiker-2.webp 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">c) Kurzvideos von Karriereguru</h3>



<p>Der „<a href="https://www.instagram.com/karriereguru/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Karriereguru</a>“ ist zwar kein politischer Kanal, aus meiner Sicht aber ein sehr professionelles Beispiel dafür, wie man Botschaften mit <strong>inhaltlichem Mehrwert in Kurzvideos</strong> transportiert.</p>



<p>Groß geworden ist er mit TikTok, wo er rund <strong>500.000 Follower</strong> hinter sich hat und dort verschiedene Tipps zu den Themen Bewerbung, Beruf und Karriere in Kurzvideos verpackt.</p>



<p>Was seine Videos besonders stark macht:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die <strong>technische Qualität</strong> (Belichtung, Ton, Kamera, Schnitt) ist für Kurzvideos super gut gemacht – stimmen diese Faktoren, ziehst du grundsätzlich schon mehr Aufmerksamkeit auf deine Videos.</li>



<li>Die Videos werden mit kurzen <strong>Texteinblendungen</strong> unterstützt, beispielsweise für Aufzählungen oder Statistiken. Das gibt dem Ganzen einen <strong>roten Faden</strong> und hält die Aufmerksamkeit hoch.</li>



<li>Der Content-Mix bietet Mehrwert und ist abwechslungsreich: Für die Kurzvideos werden die Themen vor allem durch <strong>Auflistungen</strong> (Die Top 5 der XY) oder als <strong>geskripteter Dialog</strong> aufbereitet (Unterhaltung mit sich selbst aus mehreren Kameraperspektiven).</li>
</ul>



<p>Diese Art der Visualisierung lässt sich für <strong>nahezu jedes Thema</strong> adaptieren. Gerade für die Bereiche Finanzen, Steuern oder eben auch Politik zeigen diese TikTok und Reels-Formate, dass auch die „<strong>trockenen</strong>“ Themen bei der jungen Zielgruppe auf Interesse stoßen können.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/22-10-15_bp-fachpolitiker-3-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-363" srcset="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/22-10-15_bp-fachpolitiker-3-1024x1024.png 1024w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/22-10-15_bp-fachpolitiker-3-300x300.png 300w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/22-10-15_bp-fachpolitiker-3-150x150.png 150w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/22-10-15_bp-fachpolitiker-3-768x768.png 768w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/elementor/thumbs/22-10-15_bp-fachpolitiker-3-pw9ghcdgefndwk058s2zt9syalrfvvinesuura0kfk.png 600w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/09/22-10-15_bp-fachpolitiker-3.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Das Wichtigste nochmal zusammengefasst:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wenn du dich als Fachpolitiker positionierst, eigne dir unbedingt auch das entsprechende Expertenwissen an. Du musst nicht allwissend sein, aber wenn du bei Fachfragen dauernd nur herumdruckst, leidet deine Reputation darunter.</li>



<li>Überlege dir, bei welchen politischen Schlagworten die Öffentlichkeit an deinen Namen denken soll und deine Meinung hören will.</li>



<li>Vergewissere dich bei jeder Botschaft an die breite Masse, dass auch fachfremde Laien dir folgen können – und sei in der Lage, deine Kommunikation an das jeweilige Publikum anzupassen.</li>



<li>Vernetze dich mit Unternehmen, Verbänden und Interessensvertretern und präsentiere dich als kompetentes Bindeglied zu ihnen und deiner politischen Ebene. Festige dein Fachwissen durch Gespräche mit der Praxis und platziere dich in themenrelevanten Publikationen und Medien.</li>



<li>Nutze auf Social Media die Power des Infotainments, um deinen fachpolitischen Themen auch für ein breites Publikum leicht verständlich aufzubereiten.</li>
</ul>



<p>Wenn du diese Tipps beherzigst, hast du eine ideale strategische Grundlage für deine politische Kommunikation – und bist damit vielen anderen schon weit voraus. Schreib mir gerne auf Instagram oder LinkedIn, wie du deine Fachpolitiker-Strategie umgesetzt hast und mit welchen Formaten. Ich freue mich über deine Nachricht!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>So nutzt du erfolgreich deine Instagram Bio in der Politik!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pascal.schejnoha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 May 2023 04:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Instagram]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[6 Minuten]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn sich ein Instagram Nutzer durch deine Beiträge oder Stories tatsächlich mal dein Profil anschaut, dann wird er oder sie direkt als Erstes die Profilbeschreibung sehen. Dieser erste sichtbare Kontaktpunkt ist wichtig – denn er kann entscheidend sein, ob sich eine Person mehr Informationen über dich einholt, oder eben nicht. In diesem Guide zeige ich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wenn sich ein Instagram Nutzer durch deine Beiträge oder Stories tatsächlich mal dein Profil anschaut, dann wird er oder sie direkt als Erstes die Profilbeschreibung sehen. Dieser erste sichtbare Kontaktpunkt ist wichtig – denn er kann entscheidend sein, ob sich eine Person mehr Informationen über dich einholt, oder eben nicht.</p>



<p>In diesem Guide zeige ich dir, wie du deine Instagram Profilbeschreibung möglichst effektiv nutzt und mit welchen Tools du das am Besten erreichst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zum Einstieg: Was ist die Instagram Bio?</h2>



<p>Unter der Instagram Bio versteht man die Beschreibung, die bei der Profilansicht in der Instagram App zu sehen ist. Beschreibung, Profilbeschreibung oder Ähnliches – meistens wird dann von der „Bio“ gesprochen. Im erweiterten Sinn gehören dazu auch das Profilbild, dein Benutzername sowie der Titelname des Profils.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter is-resized"><img decoding="async" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/elementor/thumbs/22-10-17_bp-instabio-1-pwbxauur2isyf1fr0f7z9w2psbmj98fa10u4s313zk.png" alt="22-10-17_bp-instabio-1" style="width:508px;height:auto" title="22-10-17_bp-instabio-1"/><figcaption class="wp-element-caption">Die Instagram Bio am Beispiel der FAZ. Quelle: instagram.com/faz</figcaption></figure>



<p>Du kannst es dir auch mit dem Begriff „Kurzbiografie“ oder „Steckbrief“ herleiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unterschied zwischen Titelname und Benutzername</h2>



<p>Bei der Instagram Bio gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen deinem Benutzernamen und dem Namen, der den Titel deines Profils trägt.</p>



<p>Dein Benutzername ist das, womit Menschen dein Instagram-Profil suchen und (natürlich) auch finden sollten. Wenn du dein persönliches Profil betreust, dann <strong>mach es hier nicht zu kompliziert</strong>. Verwende einfach deinen Namen in Kleinbuchstaben und zusammengeschrieben.</p>



<p>Wenn es für die optische Abgrenzung sinnvoll erscheint, kannst du deinen Namen mit einem Punkt (.) oder einem Unterstrich (_) trennen.</p>



<p>Bei Verbänden gilt im Übrigen das Gleiche: Verwendet eure gängige Abkürzung wenn möglich und haltet den Benutzernamen so simpel wie möglich, um auf Instagram leicht gefunden zu werden.</p>



<p>Der Titelname im Profil ist dann für die <strong>korrekte Schreibweise</strong> deines Namens oder des Verbands gedacht, für den du die Instagram Bio gestaltest. Gegebenenfalls kannst du hier noch eine Mandatsbezeichnung anfügen (zum Beispiel MdL, MdB oder MdEP) – das ist in den meisten Fällen aber nicht zwingend.</p>



<p>Denn die eigentliche Information kommt ja jetzt über die Instagram Bio, die jetzt mit Leben gefüllt werden soll. Also…</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kommuniziere dein Profil!</h2>



<p>Damit meine ich nicht nur dein Instagram-Profil, sondern dein Profil im Sinne deiner Eigenschaften, Zuständigkeiten und Berufsbezeichnung. Besucher deines Profils müssen bereits auf den ersten Blick erkennen können, womit sie es hier zu tun haben.</p>



<p>Stelle dir also bei der Betrachtung deines Profils die Fragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Erkennt man direkt, wer ich bin und was ich mache?</li>



<li>Habe ich die wichtigsten Informationen über mich kommuniziert?</li>



<li>Ist der vorhandene Platz möglichst effizient genutzt?</li>



<li>Gibt es eine sinnvolle Reihenfolge (Wichtigkeit von unten nach oben)?</li>
</ul>



<p>Kommen wir jetzt zu den wesentlichen Schritten, mit denen du alle diese Fragen mit „JA!“ beantworten kannst…</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verwende die richtige Kategorie</h2>



<p>Mit einem <strong>Instagram Business-Profil</strong> erweitern sich deine Optionen, was öffentlich sichtbare Profilangaben angeht. Du kannst hierüber beispielsweise deine Facebook-Seite zum Instagram-Profil verknüpfen, Kontaktoptionen angeben oder auch einen „Action-Button“ hinzufügen. Letzterer ist insbesondere für die Gastronomie, Events oder Hotels relevanter.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter is-resized"><img decoding="async" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/elementor/thumbs/22-10-17_bp-instabio-4-pwbxrfq9mbi17fcr7382r7gezzwm118tz33gisg48g.png" alt="22-10-17_bp-instabio-4" style="width:458px;height:auto" title="22-10-17_bp-instabio-4"/><figcaption class="wp-element-caption">Hier kannst du im Business-Profil deine Kategorie auswählen.</figcaption></figure>



<p>Instagram bietet dir im Bereich der Kategorie eine Vielzahl an verschiedenen Angaben, mit denen du dein Profil besser einordnen kannst. Gleichzeitig machst du es fremden Personen einfacher, dein <strong>Profil zu finden</strong>, wenn sie sich speziell für diese Kategorien interessieren.</p>



<p>Möchtest du dich selbst als <strong>politisch aktive Person</strong> vermarkten, dann wählst du einfach als Kategorie „Politiker/in“ aus. Es gibt aber auch die Optionen „Politische Partei“ oder „Politische Organisation“, wenn du den Instagram Account eines <strong>Verbands oder einer Partei</strong> betreust.</p>



<p>Wenn du selbst zu einer Wahl antrittst und dein Profil für den Wahlkampf verwenden möchtest, gibt es auch dafür die eigene Kategorie „Kandidat für ein politisches Amt“. Pflege daher einfach ein, was am ehesten auf dein Profil zutrifft und entsprechend die <strong>Erwartungen an deinen Account</strong> erfüllt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wichtige Tipps für einen effizienten Steckbrief</h2>



<p>In der Instagram Profilbeschreibung hast du gerade einmal 150 Zeichen Platz, um dich und dein Profil vorzustellen. Das ist nicht besonders viel, daher steckt die Herausforderung darin, deine wichtigsten Eigenschaften kurz und prägnant zu präsentieren.</p>



<p>Innerhalb der Instagram-App selbst ist es eher umständlich, eine ordentliche Formatierung der Instagram Bio umzusetzen – beispielsweise, da in diesem Bereich die Funktion zu einem Umbruch fehlt.</p>



<p><strong>Kleiner Workaround-Tipp:</strong> Nutze die Notizen-App deines Smartphones, um die Instagram-Bio dort mit entsprechenden Absätzen und Umbrüchen zu formatieren. Von dort kopierst du dann einfach den Steckbrief und fügst ihn in die Instagram-App ein – et voila, deine Formatierung bleibt bestehen!</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter is-resized"><img decoding="async" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/elementor/thumbs/22-10-17_bp-instabio-5-pwby0jrxvhz3rc48zj0vfeoabgzpnef5k6rx0cxpww.png" alt="22-10-17_bp-instabio-5" style="width:465px;height:auto" title="22-10-17_bp-instabio-5"/><figcaption class="wp-element-caption">Formatiere deine Instagram Bio einfach in der Notizen-App deines Smartphones.</figcaption></figure>



<p>Aber welche Formatierung sollst du für die <strong>Instagram Bio im politischen Kontext</strong> nun wählen?</p>



<p>Hier mal meine grundlegenden Tipps dazu:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ordnung statt Blocksatz</h3>



<p>Achte darauf, dass die Bio aufgeräumt und nicht überfrachtet wirkt. Einfach nur einen Blocksatz mit Text ist da nicht zielführend – den liest man sich potenziell eher nicht durch.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Emoji Liste als Instagram Bio</h3>



<p>Ein häufig genutzter Ansatz ist eine Stichpunkt-Auflistung mit passenden Emojis an jedem Zeilenanfang. Beispielhaft siehst du hier das Instagram Profil von Christian Lindner: Dort listet er seine aktuellen Jobs auf (Bundesfinanzminister und Bundesvorsitzender der Freien Demokraten), seinen eigenen Podcast, eine direkte Kontaktadresse sowie seinen Standort.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter is-resized"><img decoding="async" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/elementor/thumbs/22-10-17_bp-instabio-6-pwbycroepypaoud9mt69ubo0bsrhpqxj8o35luth0w.png" alt="22-10-17_bp-instabio-6" style="width:439px;height:auto" title="22-10-17_bp-instabio-6"/><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: instagram.com/christianlindner</figcaption></figure>



<p>Was wären für die Nutzung auf deinem persönlichen Profil oder bei deinem Verband also mögliche Ideen für die Instagram Bio?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Amt oder Funktion</li>



<li>Sprecherrollen oder Zuständigkeiten</li>



<li>Dein Wohn- und Arbeitsort</li>



<li>Politische Herzensthemen</li>



<li>Eigenes Projekt oder Publikation</li>
</ul>



<p>Mein Tipp: Konzentriere dich hier wirklich auch auf die wichtigsten Angaben und Stichpunkte. <strong>Vier bis fünf Zeilen</strong> mit einem jeweils passenden Emoji sind völlig ausreichend – in der Regel ist für mehr dann auch kein Platz.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nutze die Macht des Linktrees</h3>



<p>Als letzter Bestandteil der Instagram Bio kommen wir zu einem wichtigen, aber viel zu häufig vernachlässigten Punkt: Die Platzierung eines Links unterhalb des Steckbriefs.</p>



<p>Mit diesem öffnest du das Tor zu sämtlichen anderen Aktivitäten abseits von Instagram und gibst Besuchern die Möglichkeit, mehr über dich zu erfahren. Darum arbeiten viele Politiker und Verbände mit einem sogenannten <strong>Linktree</strong>.</p>



<p>Im Prinzip ist ein Linktree nichts anderes als eine Webseite, auf der die <strong>wichtigsten Links</strong> und weitere <strong>Social Media Kanäle</strong> in einer Liste aufgeführt werden. Es gibt hierzu externe Anbieter, bei denen du einen Account erstellen und dann deine eigene Linktree-Seite erstellen und mit ein paar wenigen Schritten designen kannst.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was ist nun der Vorteil von Linktree-Seiten in der Instagram Bio?</h4>



<p>Gerade in der Politik gibt es vielseitige Themen, auf die man gerne hinweisen möchte. Das kann die eigene Pressearbeit sein, die Eintragung für einen Newsletter, die Social Media Profile auf LinkedIn und Facebook oder ganz allgemein der Hinweis auf die eigene Webseite. &nbsp;Ein Linktree <strong>bündelt</strong> diese verschiedenen Bedürfnisse auf <strong>einer einzigen Seite</strong>.</p>



<p>Vielleicht denkst du dir jetzt: <strong>Warum verlinke ich dann nicht einfach meine Homepage und fertig?</strong></p>



<p>Grundsätzlich ist das machbar und bietet je nach Umfang der Webseite ebenfalls die nötigen Informationen. Mit einer eigenen Linktree Seite in der Instagram Bio kannst du allerdings viel flexibler auf Schwerpunkte deiner Arbeit aufmerksam oder eben auf besondere Angebote und Informationen. Die Listen-Struktur ist außerdem mobil sehr intuitiv und liefert auf einen Blick schnellstmöglich alle Infos, die ein Besucher benötigt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was ist nun der Vorteil von Linktree-Seiten in der Instagram Bio?</h4>



<p>Wie bei deiner Webseite darfst du auch bei Instagram die Impressumspflicht gemäß §5 Telemediengesetz (TMG) nicht außer Acht lassen. Dabei gilt es zu beachten, dass dein Impressum über die Verlinkung auf Instagram „unmittelbar erreichbar“ sein sollte.</p>



<p>Das bedeutet, dass auf dein Impressum ohne wesentliche Zwischenschritte zugegriffen werden kann. In der Rechtsprechung gibt es hierbei inzwischen den Grundsatz, dass ein vollständig sichtbares Impressum mittels <strong>zwei Klicks</strong> erreichbar sein sollte.</p>



<p>Einige Politikerinnen und Politiker gehen hier noch einen Schritt weiter und verlinken in ihrer Instagram Bio direkt auf das Impressum ihrer Webseite. <strong>Das halte ich für vergeudetes Potenzial</strong>.</p>



<p>Achtet stattdessen lieber darauf, eine aussagekräftige Linktree-Seite zu verlinken, die dann wiederum am unteren Ende Verlinkungen auf das Impressum und die Datenschutzerklärung enthält. So gewährleistest du eine Erreichbarkeit mit nur zwei Klicks und kannst die wertvolle Verlinkung für andere Informationen verwenden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Optionen für einen Instagram Linktree</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Nr. 1: linktr.ee</h3>



<p>Das bekannteste Angebot für Linktree-Seiten in der Instagram Bio ist die gleichnamige Webseite <a href="https://linktr.ee/">linktr.ee</a>. Dort kannst du dir ein Profil erstellen und deine eigenen linktree-URL später in deinem Instagram Account verlinken.</p>



<p>Links, Videos, QR-Codes, Musik, Social Media Plattformen oder Podcasts lassen sich mithilfe von linktr.ee mit wenigen Schritten zusammenstellen und verschiedene farbliche Gestaltung nach deinem Corporate Design umsetzen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter is-resized"><img decoding="async" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/10/22-10-15_bp-instagrambio-linktree.png" alt="22-10-15_bp-instagrambio-linktree" style="width:597px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: linktr.ee</figcaption></figure>



<p>Linktr.ee kann in der <strong>Free-Version</strong> genutzt werden, mit den kostenpflichtigen Modellen „Starter“ (4€ monatlich), „Pro“ (8€ monatlich) und „Premium“ (22€ monatlich) stehen dir weitergehende Gestaltungs- und Analyse-Optionen zur Verfügung.</p>



<p>Für eine simple Linktree-Seite genügen die <strong>Free- und Starter-Variante</strong>. Wenn du gerne mit Tracking-Funktionen und ohne linktr.ee Logo arbeiten möchtest, ist die Pro-Version die geeignete Wahl – die Premium-Variante ist höchstens für größere Unternehmen interessant.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nr. 2: zezam.io</h3>



<p>Ein weiterer starker Linktree-Anbieter auf dem Markt ist zezam. Auch hier könnt ihr über Zezam ein Profil anlegen, das ihr dann als Link bei Instagram hinterlegt.</p>



<p>Neben den klassischen Funktionen bietet zezam auch die Möglichkeit, <strong>Spenden einzusammeln</strong> oder deine <strong>Dienstleistungen zu verkaufen</strong>. Für politische Profile sind das zwar keine vordergründigen Argumente, aber auch der Gestaltungsumfang in der <strong>Free-Version</strong> ist sehr umfangreich und hat optisch einiges zu bieten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter is-resized"><img decoding="async" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/10/22-10-15_bp-instagrambio-zezam.png" alt="22-10-15_bp-instagrambio-zezam" style="width:380px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: zezam.io</figcaption></figure>



<p>Entscheidet ihr euch für die <strong>Pro-Version für 8 Euro</strong> im Monat gibt es zusätzliche Analytics-Funktionen. Die Premium-Version für 40 Euro bietet da nur rudimentär mehr Umfang und würde ich entsprechend nicht empfehlen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nr. 3: Eigene Landingpage</h3>



<p>Zugegeben, die dritte Variante erfordert zwar am meisten Aufwand – sie ist aber gleichzeitig am individuellsten! Hierzu benötigst du zunächst eine <strong>eigene Webseite</strong>, auf der du eine nur für Instagram konzipierte Seite erstellst. Diese wird dann <strong>nur auf dem Instagram-Profil verlinkt</strong>.</p>



<p>Je nach WordPress-Theme oder Webbaukasten kannst du diese Seite nun ähnlich wie bei den Linktree-Anbietern aufbauen. Hier bist du jedoch deutlich flexibler was die Verwendung von Schriften, Farben und Hintergründen angeht, um dein eigenes <strong>Corporate Design</strong> umzusetzen.</p>



<p>Als minimalistisches Beispiel führe ich hier mal die eigene Landingpage von betterpolitics auf. Neben meinen Hauptkanälen für Social Media neben Instagram (YouTube und LinkedIn) konzentriere ich mich auf die Hauptziele von Besuchern: Eine Dienstleistung anzufragen, eine Übersicht über die Leistungen von betterpolitics und der Verweis zum Blog. Abgerundet wird das dann noch von den notwendigen Verlinkungen zu Impressum und Datenschutz.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="800" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/10/22-10-17_bp-instabio-7.png" alt="" class="wp-image-379" style="width:380px;height:auto" srcset="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/10/22-10-17_bp-instabio-7.png 800w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/10/22-10-17_bp-instabio-7-300x300.png 300w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/10/22-10-17_bp-instabio-7-150x150.png 150w, https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/2022/10/22-10-17_bp-instabio-7-768x768.png 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p>Wenn du auch gerne nach einer komplett individuellen Lösung für deine Webseite oder auch nur die Instagram Bio Landingpage brauchst, schreibe mir gerne <strong><a href="https://betterpolitics.de/#kontakt">ganz unverbindlich eine Nachricht</a></strong>!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Nutze die Instagram Bio!</h2>



<p>Nach diesem Instagram Bio Guide weißt du jetzt, auf welche Bestandteile es in einer Profilbeschreibung ankommt und wie du diese bestmöglich für dein politisches Profil einsetzen kannst.</p>



<p>Schick mir doch gerne über Instagram dein Profil oder einen Screenshot von deiner Bio, ich bin gespannt auf deine Umsetzung!</p>



<p>Kennst du noch weitere Tools, mit denen du besondere Linktree-Seiten gestalten kannst?</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Frühjahrsputz für dein Social Media: 4 Punkte, die Du JETZT prüfen solltest!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pascal.schejnoha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 May 2023 18:37:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Instagram]]></category>
		<category><![CDATA[4 Minuten]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht kennst du das ja: Nach den ersten Wochen des neuen Jahres schleicht sich mit der Zeit wieder der Trott des Alltags ein und vieles, was du dir ursprünglich vorgenommen hast, bleibt erstmal wieder liegen. Die Frühlingszeit ist da doch die ideale Gelegenheit, einmal wieder die eigenen Social Media Accounts auf den Prüfstand zu stellen [&#8230;]]]></description>
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<p>Vielleicht kennst du das ja: Nach den ersten Wochen des neuen Jahres schleicht sich mit der Zeit wieder der Trott des Alltags ein und vieles, was du dir ursprünglich vorgenommen hast, bleibt erstmal wieder liegen. Die <strong>Frühlingszeit</strong> ist da doch die ideale Gelegenheit, einmal wieder die eigenen Social Media Accounts <strong>auf den Prüfstand zu stellen</strong> und zu aktualisieren.</p>



<p>Ich möchte dir in diesem Artikel <strong>vier Ansätze</strong> mitgeben, auf die du deine Profile prüfen und wieder eine frischere Außendarstellung verleihen kannst. Beginnen wir mal mit den Basics…</p>



<h2 class="wp-block-heading">Profil- und Titelbilder überprüfen</h2>



<p>Manchmal ist das Offensichtliche gar nicht so offensichtlich – so geht es jedenfalls vielen bei den <strong>Profil- und Titelbildern</strong> ihrer Social Media Kanäle. Ist auf Facebook oder LinkedIn als Titelbild beispielsweise noch ein veraltetes Kampagnenmotiv deiner Partei oder deines Verbands eingestellt? Dann wäre jetzt der Zeitpunkt, entweder zu aktuellen PR-Aktionen Stellung zu beziehen oder auf ein neutrales Motiv umzustellen.</p>



<p>Wichtig ist hier vor allen Dingen, dass das Gesamtbild des Profils stimmig ist. Bei <strong>Titelbildern</strong> ist der Werbeeffekt tendenziell überschaubar, da sich der Hauptteil der „Action“ für die allermeisten Nutzer in ihrem Feed abspielt. Darum kannst du hier auf ganz verschiedene Motive zurückgreifen, zum Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ein Foto des Parlaments oder der <strong>Institution</strong>, in der du ansässig bist</li>



<li>Ein Bild deiner <strong>Heimatstadt</strong> oder -kommune</li>



<li>Aktuelle (!) <strong>Kampagnenmotive</strong> deiner Organisation oder Partei</li>



<li>Ein Foto <strong>von dir selbst</strong> oder mit deinem <strong>Logo</strong></li>
</ul>



<p>Beachte hierbei aber, dass sich die Darstellung in der <strong>mobilen und der Desktop-Ansicht</strong> gerade bei Titelbildern gegebenenfalls stark unterscheiden kann und auf mobilen Bildschirmen beispielsweise Bildinhalte abgeschnitten werden und dann das Gesamtbild wieder darunter leidet. Weniger ist hier meistens mehr.</p>



<p>Bei Profilbildern solltest du dir zumindest die Frage stellen, ob es in der Art und Weise noch <strong>aktuell</strong> aussieht. Hast du beispielsweise eine neue Frisur, trägst inzwischen eine Brille oder haben sich sonstige äußerliche Merkmale verändert? Oder ist das Foto vom damaligen Hochglanz-Shooting vielleicht wirklich etwas in die Jahre gekommen?</p>



<p>Wenn du als <strong>Personenprofil</strong> auf Social Media unterwegs bist, sei da am besten möglichst <strong>ehrlich zu dir</strong> und aktualisiere hin und wieder dein Profilbild so, wie du jetzt aktuell aussiehst und gesehen werden möchtest. Verbände können an dieser Stelle einfach mal überprüfen, ob ihr Logo beispielsweise auch <strong>in verkürzter Form</strong> abbildbar ist und sich somit oftmals besser als Profilbild nutzen lässt. Falls ja, go for it und frag bei eurem Designer nach!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Instagram Highlights aktualisieren</h2>



<p>Die <strong>Highlight-Funktion</strong> auf Instagram ist ein wunderbares Instrument, um dein Profil für neue und interessierte Besucher noch aussagekräftiger zu gestalten. Im politischen Bereich gibt es dafür zahlreiche <strong>Anwendungsbeispiele</strong>, hier mal nur drei Beispiele:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Zusammenfassung von Storie</strong>s zu einem spezifischen Großevent</li>



<li><strong>Themenspezifische Highlights</strong> – zum Beispiel für bestimmte Sprecher-Rollen von Abgeordneten</li>



<li><strong>Jahresrückblicke</strong> mit den relevantesten Highlights aus der Story</li>
</ul>



<p>Falls du für dein eigenes oder dein betreutes Profil also noch keine Instagram-Highlights nutzen solltest – jetzt wäre der ideale Zeitpunkt, das nachzuholen! Falls du sie schon nutzen solltest, überprüfe für den Frühjahrsputz einmal gründlich, ob die enthaltenen Stories noch <strong>relevant</strong> sind und ob manche Highlights grundsätzlich noch auf dem Profil aufgeführt werden sollten. Was bei dir vor über fünf Jahren passiert ist, wird möglicherweise nicht mehr ganz so viele Leute interessieren…</p>



<p>Prüfe ebenfalls, ob die <strong>Highlight-Cover</strong> für das Profil alle noch passen oder ein optisches Update vertragen könnten. Bei den Instagram Highlights empfehle ich persönlich, auf ein konsistentes Cover-Design zu setzen. Das wirkt nicht nur <strong>professioneller und aufgeräumter</strong>, sondern gibt deinem Profil auch die kleine, aber wirksame Prise Ästhetik hinzu.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alles sauber verlinkt?</h2>



<p>Verlinkungen können manchmal <strong>kleine Fehlerteufel</strong> sein. Gerade deshalb lohnen sich aus meiner Sicht die fünf bis zehn Minuten, einmal alle Social Media Kanäle auf korrekte Links zu prüfen. Dabei kannst du dich beispielsweise an <strong>folgenden Punkten entlanghangeln:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Webseite: Funktionieren <strong>alle Links</strong> zu deinen Social Media Profilen?</li>



<li>Sind die Verlinkungen der Social Media Kanäle <strong>zueinander</strong> korrekt?</li>



<li>Gibt es jeweils korrekte <strong>Verlinkungen zur Webseite</strong> beziehungsweise Impressum und Datenschutzerklärung in deinen Profilbeschreibungen?</li>
</ul>



<p>Gerade beim letzten Punkt ist es wichtig, dass Impressum und Datenschutzerklärung für einen Besucher <strong>innerhalb von zwei Klicks</strong> erreichbar sein müssen. Das lässt sich auf Instagram beispielsweise mit sogenannten Linktree-Anwendungen erreichen, bei der du über einen zentralen Link eine Übersichtsseite mit weiterführenden Verlinkungen angibst. Wie du das am besten bei deinem politischen Profil umsetzen kannst, zeige ich dir in einem gesonderten Beitrag zum Thema <a href="https://betterpolitics.de/so-nutzt-du-erfolgreich-deine-instagram-bio-in-der-politik/"><strong><u>Instagram Bio in der Politik</u></strong></a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Auch mal den eigenen Inhalt hinterfragen</h2>



<p>Egal ob zum Jahresanfang, bei Frühlingsbeginn oder zu einem ganz anderen Zeitpunkt: <strong>Regelmäßige Reflektion und Kontrolle</strong> über die Art und die Häufigkeit deiner Beiträge ist immer sinnvoll. Stell dir dabei verschiedene Fragen, wie zum Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie häufig veröffentliche ich aktuell Beiträge und passt das zu meinen gesteckten Zielen?</li>



<li>Wie gut kommen meine Formate an? Lassen sich hier Tendenzen erkennen, welche Formate ausgebaut werden sollten und welche eher nicht?</li>



<li>Veröffentliche ich gerade Inhalte, die für meine Follower relevant und interessant sind oder poste ich manchmal nur um des Beitrags wegen?</li>



<li>Braucht es Raum für neue Formate? Passt das Verhältnis im Medienmix – beispielsweise bei Bildern und Videos?</li>
</ul>



<p>Das waren jetzt vier Ansätze, anhand derer du deinen <strong>Social Media Frühjahrsputz</strong> durchführen kannst. Idealerweise führt du diesen Prozess mindestens einmal im Jahr durch, um immer möglichst aktuell zu wirken. Insbesondere das strategische Hinterfragen deines Contents solltest du dir regelmäßig auf den Plan holen – manchmal wird man schneller „<em><strong>betriebsblind</strong></em>“, als man es für möglich gehalten hätte.</p>



<p>Dir haben diese Anregungen gefallen und du möchtest gerne häufiger praktische Tipps für politische Kommunikation erhalten? Dann abonniere gerne meinen <strong>Newsletter</strong> oder schau mal auf <a href="https://www.linkedin.com/in/pascal-schejnoha-9b5210168/">LinkedIn</a>, <a href="https://www.youtube.com/channel/UCSECfcFV3Xde3QEH-JbZTaQ">YouTube</a> und <a href="https://www.instagram.com/pascal.schejnoha/" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a> vorbei – es lohnt sich garantiert!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Willkommen beim betterpolitics Blog!</title>
		<link>https://betterpolitics.de/willkommen-beim-betterpolitics-blog/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[pascal.schejnoha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 May 2023 11:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[3 Minuten]]></category>
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					<description><![CDATA[Welche Inhalte dich auf diesem Blog in Zukunft erwarten Wenn du dich für politische Kommunikation und Social Media interessierst, dann hast du hier einen sicheren Treffer gelandet. Denn genau darum soll es hier gehen: Die ganze Welt der politischen Außenwirkung in den sozialen Medien und über den Tellerrand hinaus. Public Relations, Presse- und Öffentlichkeit, Campaigning [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Welche Inhalte dich auf diesem Blog in Zukunft erwarten</h2>



<p>Wenn du dich für politische Kommunikation und Social Media interessierst, dann hast du hier einen sicheren Treffer gelandet. Denn genau darum soll es hier gehen: Die ganze Welt der politischen Außenwirkung in den sozialen Medien und über den Tellerrand hinaus. Public Relations, Presse- und Öffentlichkeit, Campaigning – Bezeichnungen für diesen Bereich gibt es viele.</p>



<p>Für politisch Engagierte im Ehren- oder Hauptamt ist die Kommunikation nach außen das tägliche Brot. Und dennoch ist es manchmal nicht so leicht, gerade im digitalen Bereich mit allen Neuerungen hinterherzukommen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was ist wirklich wichtig und welche Trends kann ich links liegenlassen?</li>



<li>Auf welche Medien sollte ich verstärkt setzen und wo ist der Zug abgefahren?</li>



<li>Wie sieht richtig gutes Social Media heutzutage aus?</li>
</ul>



<p>Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftige ich mich seit mehr als fünf Jahren insbesondere im politischen Kontext und setze diese auch in der Praxis um. Für mich Grund genug, auf diesem Blog darüber zu schreiben und politische Kommunikation auf praktischer und informativer Ebene zu beleuchten.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><img decoding="async" src="https://betterpolitics.de/wp-content/uploads/elementor/thumbs/undraw_Personal_website_re_c8dv-ptcijqdd73qu11d7566ll3leivygl76dpww9wj04gk.png" alt="betterpolitics-gestaltung" style="width:525px;height:auto" title="betterpolitics-gestaltung"/></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Worum soll es also gehen?</h3>



<p>Bei betterpolitics soll es vor allem um praxisorientierte Tipps gehen, die Politiker im Haupt- und Ehrenamt direkt für sich umsetzen können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den sozialen Medien, aber auch die „klassische“ Kommunikation soll in den Beiträgen nicht zu kurz kommen.</p>



<p>Neben Best Practice Beispielen und umfangreichen Guides wird es außerdem regelmäßig kompakte Zusammenfassungen zu verschiedenen Themen als kostenfreien PDF Download geben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Und das Ziel dahinter?</h3>



<p>Unsere Demokratie ist im ständigen Wandel – und leider auch ständigen Angriffen der Extreme von links und rechts ausgesetzt. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, wenn demokratische Parteien und Politiker ihre Inhalte und Botschaften professionell kommunizieren.&nbsp;</p>



<p>Dieser Blog soll einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Qualität der politischen Kommunikation parteiübergreifend zu verbessern und Politik für Bürgerinnen und Bürger wieder nahbarer und greifbar zu machen. Am Ende liegt es immer an den Akteuren selbst, aber mit dem passenden Wissen über Kommunikation und Social Media lässt sich bereits viel erreichen.</p>



<p>Los geht’s!</p>
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